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0 Autor: Dennis Plauk

Between The Buried And Me - The Parallax: Hypersleep Dialogues (EP)

The Parallax: Hypersleep Dialogues (EP)

Der SciFi-Konzept-Hokuspokus von Between The Buried And Me würde Claudio Sanchez so passen. Anders als Coheed And Cambria wird diese Band allerdings mit jedem Album besser.

"The Parallax: Hypersleep Dialogues" ist das sechseinhalbste. Ihr Metal-Blade-Debüt, ihre erste Weltraumoperette. Was soll man sich noch wundern: Gerade der Prog-Metal hat in den letzten Jahren eine Besessenheit für Aliens, Zeitreisen und interstellare Beziehungskisten entwickelt. Gestandene Männer, die sich im Suff prügeln oder das Gesicht tätowieren lassen, werden beim Songschreiben plötzlich in ihr Kinderzimmer zurückkatapultiert und erträumen sich ein Leben auf fremden Planeten. Wenn so etwas salonfähig ist, wollen Between The Buried And Me gefälligst ihr Stück vom Kuchen ab. So kündigen sie ihr "Hypersleep Dialogues" als den ersten von zwei Teilen einer galaktischen Großgeschichte um zwei Menschen an, die "Millionen Lichtjahre voneinander entfernt" Entscheidungen treffen, die "ihr Leben und vielleicht sogar das Universum verändern". Dabei hätten Between The Buried And Me die Platte konzeptuell nicht aufblasen müssen – es steckt schon genug in der Musik selbst. Ihr hyperaktiver Heavy Rock speist sich aus Elementen von Metal, 70s-Prog und Mathcore. Eine gepfefferte halbe Stunde spielen sie mit der Dynamik, dass es Tool alle Ehre macht: Wo sie nicht grölen und losknüppeln, als säße ihnen der Leibhaftige im Nacken, lassen sie es durchaus lebensbejahend angehen. Da ist Ruhe, da sind Melodien. Dass "Hypersleep Dialogues" mit seinen drei im Schnitt zehn Minuten langen Nicht-Songs auch ohne kosmische Konzeptkeule etwas überambitioniert wirkt, ist normal. Man muss so was ja auch nicht zum Aufwachen hören.

Bewertung: 8/12
Leserbewertung: 9.2/12

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