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0 Autor: Sascha Krüger

Cake - Showroom Of Compassion

Showroom Of Compassion

Nach zwei Jahrzehnten klingen Cake heute noch genauso wie zu den Zeiten ihrer größten Indie-Hits in den 90ern. Was in ihrem Fall völlig okay ist.

Sechs Alben in 20 Jahren: Da sind viele schneller. Vor allem unter der Prämisse, dass sich die Cake-Discografie problemlos am Stück durchhören lässt, ohne eine nachhaltige Veränderung in Stil, Sound, Songwriting auszumachen. Aber: Warum auch sollten sich die schnuckeligen Lieblingsliederlieferanten groß verändern, wo sie doch bereits mit dem Debütalbum ihre ganz eigene Nische fanden? Zumal sie selber betonen, dass es sie nur deshalb noch gibt, weil sie sich immer allen Trends verweigert und ihr eigenes Süppchen gekocht haben. Für Showroom Of Compassion gilt das mehr denn je, denn nun sind Cake auf niemanden mehr angewiesen: eigenes Studio, eigenes Label, eigenes Management, neues Album selbst produziert – mehr „Do it yourself“ geht nicht. Entsprechend viel Zeit nahmen sie sich für ihr sechstes Album, das wieder mit dem typisch trockenen, bewusst unaufgeblasenen Proberaum-Sound aufwartet, den man schon von den Vorgängern kennt. Die Songs dazu sind wie immer ausgezeichnet komponiert und locken mit überraschenden Harmoniewendungen. Zwar nicht wirklich neu, in dieser Ausprägung aber ungewöhnlich ist der positive Vibe, der einige der Songs trägt. Jubilierende Trompeten, funky Gitarrenlicks und ein paar Drumbeats, die einen glatt an Sly Stone erinnern: So viel geballte kalifornische Lockerheit fand man auf ihren Platten bisher nur zwischen den Zeilen. Das Etablieren einer eigenen Arbeitsplattform hat ihnen also hörbar gut getan. Darum: Auf die nächsten 20 Jahre! Kann gerne ewig so weitergehen mit ihnen.

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