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0 Autor: Daniel Gerhardt

Björk - Mount Wittenberg Orca

Mount Wittenberg Orca

Für den guten Zweck: Islands Musikministerin und die New Yorker Nachwuchs-Verrückten vergessen sich.

Dave Longstreth ist das Mastermind der Dirty Projectors, in seinem Fall passt der Begriff wirklich mal super, und seine Stimme allein kann einen an schlechten Tagen schon schaffen. Longstreth beschäftigt aber auch noch drei weitere Sängerinnen in seiner Band, die von Oper bis R’n’B-Sternchen alles singen können, das Meiste davon auch gleichzeitig, und gerade erst auf dem neuen Album von The Roots dabei waren. Außerdem kennt er Björk, und aus der ist ja immer was rauszuquetschen. Alle zusammen haben im April 2009 zum ersten Mal Mount Wittenberg Orca aufgeführt, bei einer Benefiz-Show in einem New Yorker Buchladen. Ein Jahr später haben sie die sieben extra für diesen Anlass geschriebenen Songs aufgenommen und veröffentlichen sie nun über mountwittenbergorca.com als Download-Album, das man für sieben Dollar kaufen kann. Der Erlös kommt dem Schutz der Weltmeere zu Gute, und in den Stücken wird ein Dialog zwischen Dirty-Projectors-Mitglied Amber Coffman und einigen Walen erzählt, der sich an der Küste von North Carolina ereignet hat. Longstreth singt den Coffman-Part, Björk singt den Part eines weiblichen Wals, und die Dirty-Projectors-Frauen singen die Parts von drei Babywalen. Das Ganze funktioniert insofern gut, dass man nach Mount Wittenberg Orca wirklich keinen Hunger mehr hat auf roten Thunfisch oder Haifischflossensuppe, aber es tut schon auch ein bisschen weh in den Ohren, kitzelt nicht immer auf die gute Art, und hätte gerade aus der spärlichen musikalischen Unterkellerung sicherlich noch mehr rausholen können. Ist es also sieben Dollar wert? Natürlich ist es sieben Dollar Wert, ihr Idioten.

Bewertung: 7/12

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