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0 Autor: Roman Pitone

Parkway Drive - Deep Blue

Deep Blue

Die australischen Metalcore-Sunnyboys von Parkway Drive treten auf der Stelle. Ihre stetig steigende Erfolgskurve wird deshalb nicht einknicken.

Vermutlich wird man in den meisten Rezensionen zu dieser Platte Phrasen lesen wie „Stagnation auf hohem Niveau“ oder „Vertrauen in das Altbewährte“. Das ist in Teilen sicherlich richtig. Festhalten muss man aber auch, dass Parkway Drive mit Deep Blue ihr bislang schwächstes Album aufgenommen haben. Schon der Schritt zur zweiten Platte war ein kleiner. Zu sehr verließen sie sich auf die Stärken ihres Debüts Killing With A Smile, das aus dem Stegreif sein Gipfelkreuz in den Mount Metalcore rammte. Hervorragend und aggressiv vorgetragene Breakdowns und Blastbeats in bester Sporthosen-Bollocore-Manier. Parkway Drives großer Vorteil hierbei war und ist auch nach wie vor, dass sie trotz der musikalischen Elemente die Attitüde und das Gebaren der ganzen Tough-Guy-Mischpoke nicht brauchen. Und das konnten sie auch noch mit richtig guten Songs oder gar Hits (Romance Is Dead, It’s Hard To Speak Without A Tongue) kombinieren. Wie erwähnt gelang ihnen das mit dem zweiten Album nur noch in Teilen (Carry On), auch wenn sie zeitgleich immer erfolgreicher wurden. Mit Deep Blue verlassen sie den Pfad der Eingängigkeit nun noch ein weiteres Stück, belassen aber ansonsten vieles beim Alten, nur dass es jetzt nahezu dauerhaft auf die schräg sitzende Baseballmütze gibt. Es fehlt die Kombination aus Melodien und Härte, die einen sonst dazu zwingen konnte, seinem Nebenan unvermittelt eins in die Fresse zu hauen, nur weil es gerade so gut passen würde. Also eher ein Rückschritt auf hohem Niveau.

Bewertung: 8/12
Leserbewertung: 9.8/12

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