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0 Autor: Marlene Kohring

Senses Fail - The Fire

The Fire

Der Soundtrack für emotional instabile Sonntage mit eingängigen Songtextzeilen. Nicht unbedingt zum Auf-die-Stirn-Tätowieren, aber immerhin zum Mitsingen.

Diesen Soundtrack liefern Senses Fail mit The Fire. „It’s okay to feel lost/ It just means you’re alive“, bringt gleich zu Beginn das Gefühl eines unbeständigen Sonntags auf den Punkt. Zeilen wie diese singt Buddy Nielsen mit seiner klaren Stimme, und die Band untermalt sie mit melodischen Songs. Da möchte man den ganzen Tag lang im Bett liegen bleiben und mit sich selbst und der Musik ausmachen, was es noch zu klären gibt.

Im nächsten Song dann aber eine unmissverständliche Botschaft: Scheiß auf Sentimentalität. Hier treten einem Senses Fail in den Arsch, bis man wieder aufrecht sitzt. Mit kurzen Scream-Parts geht es zwischendurch immer mal wieder zur Sache. Man wird dann von einer Stimme angeschrieen, die hörbar kraftvoller und ausdrucksstärker geworden ist. Dadurch entsteht eine harte Herzlichkeit, die die meisten Songs auf The Fire umgibt. Die im Vergleich zum Debüt ernsthafteren Texte werden in übersichtliche Arrangements gepackt, und trotzdem ist The Fire keine Emo-Weichspül-Platte geworden. Denn beim Sound setzen Senses Fail neuerdings auf eine härtere Gangart, die allerdings auch den bisherigen Klang der Band nicht komplett verleugnet.

Lieder wie Saint Anthony und Safe House spiegeln diese alte Seite noch immer wider, während man bei The Fire und Lifeboats Fetzen der mächtigeren Senses Fail zu hören bekommt. Eine bemerkenswerte Weiterentwicklung also, in der Senses Fail trotzdem noch deutlich zu erkennen sind. Diese Band kann vorwärts gehen, ohne sich selbst über den Haufen zu werfen.

Bewertung: 8/12

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