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0 Autor: Daniel Gerhardt

Jawbox - For Your Own Special Sweetheart

For Your Own Special Sweetheart

Das beste Album der ersten Band, die aus dem Post-Hardcore-Bootcamp von Dischord Records zum Majorlabel wechselte. Jetzt wiederveröffentlicht. Auf Dischord.

Man könnte also sagen, der Kreis schließe sich hier, 16 Jahre nach der Erstveröffentlichung von "For Your Own Special Sweetheart", dessen Erscheinen erst für Auf- und dann für Jubelschreie sorgte, selbst bei den entschiedensten Großkonzern-Gegnern der D.C.-Hardcore-Szene. Man muss da aber gar nicht so penibel sein, Jawbox machten nämlich schon damals das Richtige mit ihrem Major-Budget – sie investierten es nicht in Sound, sondern in Zeit, arbeiteten gewissenhaft und präzise und klangen am Ende nicht sauberer als auf ihren beiden Dischord-Alben, sondern aufgeräumter, besser ausbalanciert als je zuvor und geschickter in der Konzentration auf ihre Stärken.

Es gibt keinen unentschlossenen Moment auf "For Your Own Special Sweetheart", nichts passiert hier ohne Hintergedanken, und trotzdem klingt die Platte nie schwerfällig, mutet sich nie zu viel zu und findet auch dann noch den kürzesten Weg zum Erlösungsrefrain, wenn ein Song nach dem Gitarrengeschredder der ersten Strophe schon übel zugerichtet in den Seilen hängt. Das Wechselspiel von Verprügeln und Aufpäppeln funktioniert hier ohnehin besser als auf jeder anderen Post-Hardcore-Platte, die nicht gerade von Fugazi stammt – und führte nur ein Album später dazu, dass sich Jawbox an sich selbst aufrieben und auflösten. "For Your Own Special Sweetheart" wird mit drei Bonus-Tracks und neuem Cover wiederveröffentlicht. Um den hervorragenden, sensibel modernisierten Remaster-Sound hat sich Shellac- und Mission-Of-Burma-Mitglied Bob Weston gekümmert.

Artverwandte

Burning Airlines - "Mission: Control!"
Fugazi - "Fugazi EP"
Shudder To Think - "Get Your Goat"

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