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0 Autor: Sascha Krüger

The Goo Goo Dolls - Something For The Rest Of Us

Something For The Rest Of Us

Was schreibt man Gutes über eine Platte, die exakt so klingt und sich genauso anfühlt wie ihre acht Vorgänger? Vielleicht: schön, dass es noch Konstanz gibt im Leben.

Denn davon ab will einem – mal vorausgesetzt, man lebt nicht gerade im amerikanischen Mittelwesten und hat nur seinen Pickup, das nächste Budweiser und ein Barbecue mit Kumpels im Kopf – nicht allzu viel einfallen.

Something For The Rest Of Us erinnert tatsächlich vor allem an den direkten Vorgänger – und das war eine Best Of der Goo Goo Dolls.

Meint: Viel 08/15-Melodienettigkeit aus der Konfektionsabteilung, zahnlos radiotaugliche Gitarren und Texte von einer melodramatischen Plakativität, dass sie noch der letzte Sparkassenchef zur Herzgewinnung seiner angebeteten Buchhaltungs-Mieze verwenden könnte. Kurzum: Nach bald zweieinhalb Jahrzehnten haben sich die Goo Goo Dolls mehr denn je mit ihrer Rolle abgefunden; sie machen eben Rockmusik, die so sehr in der Mitte der Straße fährt, dass man selbst Fahrbahnbegrenzungen nur als Ahnung am Horizont ausmachen kann. Wenn ein Schlagzeug da einmal Offbeat-Akzente setzt, sind das schon regelrechte Rebellionen der Crazyness – die aber sogleich wieder von mantraartig vorgetragenen Sätzen wie „Come on, take me home tonight“ oder „It’s all because you take me as I am“ zurechtgewiesen werden. Das wiederum muss man Something For The Rest Of Us zweifellos zugute halten: Wohl jeder Mann mit einfältigem Musikgeschmack wird unter den 14 Songs mindestens einen finden, mit dem er sich für Fehltritte jeder Art textlich bei seiner Partnerin entschuldigen kann. Es bleibt nur zu hoffen dass die nicht gerade Postrock hört.

Bewertung: 3/12

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