Zur mobilen Seite wechseln
0 Autor: Jan Schwarzkamp

Zozobra - Bird Of Prey

Bird Of Prey

Wo sein Ex-Cave-In-Kollege Adam McGrath den Spaß zur Band macht, hat Caleb Scofield einen dicken Hals und einen mächtigen Kamm auf. So klingt das auch!

Ein wenig ist

Zozobra der feuchte Traum für alle, denen die Weiterentwicklung von Cave In missfiel.

Viele der Erste-Stunde-Fans wussten es nicht zu schätzen, dass bei dem Bostoner

Postcore-Urgestein das Geschrei verstummte und sich der Prog breit machte. Am Ende

dann, beim Cave-In-Nachklapp "Perfect Pitch Black", hörte man ihn plötzlich wieder

grunzen: Bassist Caleb Scofield. Er, dessen Stimme aus der tiefsten Magengegend zu

kommen scheint, zieht diesen Stil mit Zozobra konsequent durch. 2007 tat er sich dafür

mit Santos Montano von den Forensics zusammen und veröffentlichte das Album "Harmonic

Tremors". Diesmal hat er fast alles alleine gemacht. Geholfen hat ihm nur

Isis-Schlagzeuger Aaron Harris, den man hier auch an selbigem Instrument hört und der

das Ganze aufgenommen hat. Trocken, schmerzhaft und schnörkellos dröhnen die acht Songs

in knappen 30 Minuten, bis Marmor, Stein und Eisen bricht. Das klingt nicht selten wie

frühe Cave In, aber ohne das rasante Math-Metal-Moment von einst. Der brodelnde Bass

begleitet ungeahnt melodische Gitarrenwände. Die entwickeln eine bedrohliche Sogkraft,

ziehen dich hinab ins Dunkel, bis du aus diesem akustischen Kampf so verbeult und

lädiert hervorgehst wie das arme Federvieh auf dem Cover.

Bewertung: 8/12

Bitte einloggen, wenn du diese Platte bewerten möchtest.

Bitte einloggen, wenn du diese Platte kommentieren möchtest.