Zur mobilen Seite wechseln
0 Autor: Oliver USchmann

Dälek - Deadverse Massive Vol. 1: Dälek Rarities 1999-2006

Deadverse Massive Vol. 1: Dälek Rarities 1999-2006

Viele kluge Menschen haben sich seit dem Aufkommen irgendwie "populärer" Musik Gedanken darüber gemacht, ob sie jemals mehr ist als nur die "Verlängerung der Arbeit im Spätkapitalismus" (Adorno), die das Publikum mit Erwartbarem füttert und auch da nur Klischees bietet, wo sie zum Protest aufruft.

Den zwei Musikstilen, die Dälek nun schon seit neun Jahren verknüpfen, wurde dabei von jüngeren Theoretikern immer schon das Potenzial zur echten Subversion zugeschrieben. Politischer Old School Rap und dräuender, böser Industrial schmelzen hier zu einer schweren Hypnose zusammen, die nicht einlullen soll, sondern unser aller Entfremdung hörbar macht und kämpferisch bleibt, ohne rote Fahnen für H&M zu schwingen. Dabei belegt "Deadverse Massive Vol. 1: Dälek Rarities 1999-2006" (Hydra Head/Indigo) aber auch, wie unglaublich beständig dieses Duo arbeitet. Den Remixen und Raritäten aus sieben Jahren hört man keine Qualitätsschwankung an, sie wogen zwischen knappem Kampfrap und epischem 17-Minüter fehlerlos wie eine Naturgewalt. So zuverlässig ist sonst nur das bekämpfte System.

Bitte einloggen, wenn du diese Platte bewerten möchtest.

Bitte einloggen, wenn du diese Platte kommentieren möchtest.