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0 Autor: Stefan Layh

Bullet For My Valentine - Scream Aim Fire

Scream Aim Fire

Das nennt man mit fremden Federn geschmückt: Maiden- und Metallica-Fans dürfen zu "Scream Aim Fire" headbangen, schmunzeln oder den Kopf schütteln.

Für die Waliser Bullet For My Valentine gibt es nur ein Gesetz: Heavy Metal. Das wissen wir seit ihrem streitbaren, weil wenig originellen Debüt "The Poison" (2005) – und das bestätigt der Nachfolger "Scream Aim Fire". Der gleichnamige erste Song macht immerhin Hoffnung, weil er trotz moderner Colin-Richardson-Produktion an Metallica zu "Kill 'em All"-Zeiten erinnert: Schlagzeug und Bass halten das Schlachtschiff schnurgerade auf Kurs, die Gitarren feuern doppelläufig Salven und Soli ab, der Sänger tänzelt mal melodisch, mal dynamisch über die Wogen. Der beste Song auf "Scream Aim Fire" bleibt ebenjener – der Rest hinkt hinterher und unterstreicht: BFMV geben sich weiterhin keine Mühe, ihre Idole zu verhehlen. Man mag das ehrlich nennen oder dreist – zweifelsohne macht es die Band ihren Kritikern leicht, sie nicht für voll zu nehmen. Metallica ohne den Pionierschweiß, Maiden ohne die magischen Finger, Killswitch ohne das Beben in der Magengrube – was bleibt da überhaupt noch übrig? Zumindest ein Album, das sich mit offensichtlichen Verweisen auf jene Ära schmückt, in der der Metal noch gefährlich war. Bevor wir uns falsch verstehen: BFMV sind auch 2008 von jedem Verdacht auf Originalität freizusprechen. Obendrein überfrachten sie mehrere Songs ("Hearts Burst Into Fire", "Say Goodnight" oder "Forever And Always") derart mit Gefühlsduseleien, dass sie schwülstige Schlagseite bekommen. Wer darüber hinweghört und guten Willen zeigt, dem kann diese Zitatenschatztruhe trotz allem ein flüchtiges Grinsen ins Gesicht zaubern.

Bewertung: 5/12
Leserbewertung: 7.0/12

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