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0 Autor: Britta Helm

Jakobinarina - The First Crusade

The First Crusade

Die kuschelnden Klosterschüler auf dem Cover? Sind Islands hellwache Söhne und so flott, dass man sie jenseits aller Kälte hört.

Rebellen sind sie, unter besten Voraussetzungen. Wo alle über 20 verträumte Merkwürdigkeiten steigen lassen und die grünen Wiesen mit blassen Tierbabys besticken, lohnt sich für Teenies der Punk endlich wieder. Sechs von ihnen haben sich zusammengefunden, da waren sie gerade 14, und verzücken jetzt, drei Jahre später, die aktuelle Jugend mit schuljungencharmanten Tanzbarkeiten. Die heißen etwa "Monday I’m In Vain" oder "His Lyrics Are Disastrous" und nehmen ihre hohe Attitüde weniger von den Geschichten der britischen Ladbrüder als vom Größenwahnsinn der Hives. "Hey!" ist eins von Gunnar Bergmanns Lieblingswörtern, und er ruft es mit herrlich angerauter Erwachsenenstimme, während seine Band den Klaxons auf der Nase herumtanzt. Das Keyboard hängt den melodiedurchzogenen Teppich an die Wand, zwei Gitarren springen dagegen, es rumpelt und tüdelt und geht immer fixer voran mit den gespuckten Antreibern und der wichtigen Laune. "Jump around to the sounds of mediocrity!", und das Booklet listet doch glatt Converge als Anlass für den Song "17". Und jemanden namens Andheri, von dem die Zeile "Eg hugsa allt of mikid" stamme. Immerhin ein paar Brocken Heimat also, bevor Bergmann in "I’ve Got A Date With My Television" plötzlich deutsch singt und so zynisch klingt wie Farin Urlaub mit viel "Rrrr". Wie auch immer sie darauf kommen, es passt. Jakobinarina wissen, was sie tun.

Bewertung: 8/12

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