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0 Autor: Jörg Staude

Velvet Revolver - Libertad

Libertad

Auf ihrem zweiten Album machen die Altstars die alten Fehler: Sie zehren von der Vergangenheit. Mehr Mut, und niemand bräuchte eine Guns-N'-Roses-Reunion.

Es wird so kommen. Remember where you read it first: Nächstes Jahr gehen Guns N' Roses in Original-Besetzung auf große Abschiedstour. Ein bis drei Jahre lang. Weil "Chinese Democrazy" und "Libertad" floppen werden, außer in den USA und vielleicht Australien. Dort goutiert man instinktgesteuerten Rock noch. Mehr ist das nicht. Musik, die gearbeitet wird. Velvet Revolver gehen einmal bis zum Country. Den beherrschen sie sogar besser als ihren Classic-Rotz-Rock mit Alternative-Einschlag, der auf die Dauer ziemlich langweilt; wären da nicht Slashs Riffs und Soli, man könnte diese Band nicht einordnen. Wenn sie es aber wagen, das Genre zu wechseln, wie in "This Fight" (U2) und "Pills, Demons, etc." (sehr hippie-fluffig), dann merkt man phasenweise den früheren Hunger. Satt hat man dagegen die immer schlechteren Neuauflagen von "Sweet Child Of Mine" und "November Rain" (heißt hier "Grave Dancers"). Beim Schreiben des Textes von "Just Sixteen" schließlich muss Scott Weiland seinen kolumbianischen "Geschäftsfreund" zu Besuch gehabt haben, anders ist dieses Altherrengeseiere nicht zu erklären.

Bewertung: 6/12
Leserbewertung: 6.5/12

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