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Madrugada - Industrial Silence

Industrial Silence

Schwülstiges Pathos aus Norwegen für nur ganz gewisse Momente...

Zum Zeitpunkt dieser Rezension ist Weihnachten, und ich hasse nichts mehr als Weihnachten. Man kriegt entweder einen Blues oder betrinkt sich maßlos. Oder beides. Und dazu gesellen sich manchmal seltsame Anwandlungen, man verdrückt Tränen bei triefend schmalzigen Hollywood-Schinken oder fühlt sich von Musik verstanden, die einem eigentlich nur verständnisloses Achselzucken wert wäre. Letzteres passiert mir leider hin und wieder, deshalb sei vorab klargestellt: Meine Kollegen haben absolut recht, wenn sie das Trio aus der norwegischen Pampa als Belästigung des Monats einstufen. Aber ich finde eben ein paar Songs aus der eher blaumütigen Sektion gerade sehr schön. Wenn man ab und zu mal Pathos braucht und gegen Slide-Gitarren und einen gewissen Country-Touch nicht allergisch ist, macht "Industrial Silence" tatsächlich Spaß. Damit es noch lustiger wird, haben sich Madrugada (übrigens spanisch für Sonnenuntergang) Bob Egan (Wilco, Freakwater) ins Studio eingeladen. Wäre mir jetzt allerdings nicht aufgefallen...

Bewertung: 6/12
Leserbewertung: 9.8/12

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