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Brant Bjork - Somera Sól

Somera Sól

Durch Wüstenhausen weht der langersehnte frische Wind. Na ja, ein Luftzug. Aber wenigstens passiert irgendwas. Oder?

Nachdem Bjorks letzter Doppelstreich "Saved By Magic" nun wirklich überhaupt nicht mehr zu retten war – Kollege Welsing schüttelt noch heute verständnislos den Kopf, wenn man in seiner Nähe nur den Namen fallen lässt –, kommt der alte Wüstenschnauzbart mit einem etwas verdaulicheren Album zurück. Zwar bietet auch das im Hinblick auf die stilistische Vielfalt nur wenig mehr als den verquarzten Blick eines Typen, der in der Mittagshitze im Schaukelstuhl die Wüste Nevadas überblickt. Aber es huscht manchmal wenigstens eine Lebensform des Weges und sorgt für etwas Abwechslung. Kann sein, dass ihm Alfredo Hernandez (Kyuss, QOTSA) das Ohr leihen sollte, das Bjork zuletzt nicht mehr auf der Suche nach Qualität besaß. Denn Hernandez ist mittlerweile fester Bestandteil von Bjorks Band The Bros, nachdem Ex-Schlagzeuger Michael Pfeffer seine Drumsticks an den Kaktus hängte. So schippert man auf dem Schema-F-By-Way in den (Sonnen-)Untergang. Vom Highway ist der Typ vor gefühlten Äonen falsch abgebogen, und so passiert es, dass Bjorks Mannschaft auf sein Geheiß auch weiterhin auf einem spartanischen Riff pro Song durch die Prärie gniedelt, zwischendurch aber unerwartet einen Hinhorcher einbaut. Die heißen auf dem Album "Shrine Communications" und "Untitled Track From Demo" und sorgen dafür, dass man zumindest Material für ein Mixtape findet. Ein ganzes Album lang will man nicht sein Wegbegleiter sein, da legt man sich lieber in den Kofferraum.

Bewertung: 5/12

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