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0 Autor: Jörg Staude

Motörhead - Kiss Of Death

Kiss Of Death

Alle paar Alben legen Motörhead eine kreative Pause ein. Man hat es nach "Inferno" geahnt: 2006 ist es wieder soweit.

Zum Vergleich: Auf dem letzten Album spielte "Gitarrengott" Steve Vai, auf diesem der blondgefärbte C.C. Deville von den Glamrockern Poison ein paar Parts ein (merke, das Rainbow in Hollywood ist zwar weit weg, aber eben nicht groß). Auch wenn Stammgast Lemmy es verneinen wird, zwischen beiden Musikern liegen Welten. Dasselbe gilt für "Kiss Of Death" und seinen Vorgänger: kein "Smiling Like A Killer” oder "Year Of The Wolf”, klassische Motörhead-Songs mit Simpelriff und -chorus, stattdessen routinierte Rotzrock-Bausteine mit gelegentlichen melodischen Gitarren-Highlights. Der Fan liebt es einfach, Motörhead machen es sich genauso. Und sie haben damit dasselbe Problem wie AC/DC. Brechen sie aus Schema F aus, diesmal bei der Halbballade "God Was Never On Your Side", hagelt es Unverständnis – stagnieren sie auf dem gleichen Niveau, heißt es: kreative Pause. Dialektik pur. Nuancen sind entscheidend, ein paar griffige Riffs, ein gewisses Drum-Break, eine Textstelle. Sofort merkt man sich einen Song mehr aus dem Fundus Kilmisters. Klingt komisch, aber so funktionieren Motörhead. Schönhören möglich. Bin kurz davor.

Bewertung: 7/12

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