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0 Autor: Jörg Staude

Cheap Trick - Rockford

Rockford

Seit etlichen Jahren versuchen die Urväter des Power-Pop an ihre Glanzzeit Ende der Siebziger heranzukommen. Jetzt ist es soweit.

Schon das Cover zeigt Klasse: Robin Zander (v), Rick Nielsen (g), Tom Petersson (b) und Drummer Bun E. Carlos als Comicfiguren, deutlich mehr Silhouette als Silikon – Kiss hätten und haben das schon anders gemacht. Vielleicht sind Cheap Trick deshalb seit Jahrzehnten Underdogs: Sie machen nicht auf dicke Hose (Ausnahme vielleicht: die Gitarrensammlung von Nielsen). Auf ihr 15. Studioalbum können sie allerdings zu Recht stolz sein. Es enthält alle Elemente, mit denen die vier Beatles-Fans aus Rockford/Illinois (sic!) in den Siebzigern sowohl kommende Hair-Metal-, als auch Alternative-Rock-Größen zu deren Highschool-Zeit beeinflusst haben. "Rockford" hätte direkt nach "Dream Police" (1979) erscheinen können, der Opener "Welcome To The World" oder Linda Perrys Komposition "Perfect Stranger" hätten auch auf "Live At Budokan" gepasst. Ein größeres Kompliment kann man den alten Herren nicht machen. Dennoch liegt darin auch ein Fluch. Irgendwie hat man das alles schon mal gehört. Aber wird nicht auch Fußball immer nach denselben Regeln gespielt, nur um Nuancen verändert?

Bewertung: 9/12

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