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0 Autor: Joachim Hiller

The Swoons - Japanese Killer Drops

Japanese Killer Drops

Der Weg nach Japan ist weit, und so verwundert es nicht, daß da manches eben etwas länger dauert. So sind die Aufnahmen dieses ungefähr sechsten Albums des nordhessischen Quartetts The Swoons auch mittlerweile schon anderthalb Jahre alt und haben insofern einen gewissen Nostalgie-Charakter, weil damals, Ende ‘96, die Welt für die Swoons noch in Ordnung war, sprich: Sängerin Tina noch nicht an Trennung dachte. Letztes Jahr - die Platte war noch nicht erschienen - nahm die blonde Frontfrau den imaginären Hut und zwang die drei verbliebenen Jungs erstmal dazu, die Swoons auf Eis zu legen und vorübergehend als Sperm Donors weiterzumachen. Mittlerweile ist wieder alles im Lot, ein wiederum blonder, weiblicher Ersatz für Tina gefunden, und es geht weiter mit den Nordhessen. Und wie diese Platte - ein vollwertiges Studioalbum, nicht eine Compilation für den asiatischen Markt - beweist, wäre es verdammt schade gewesen, hätten die Swoons den Löffel abgegeben. Einmal mehr erweisen sie sich hier als versierte Songschreiber, die es draufhaben, bissig-melodische Punksongs mit jeder Menge Sonne zu schreiben. Tilt, Bambix und Muffs kommen mir hier als benachbarte Hausnummern in den Sinn, und eine Coverversion gibt’s auch: „Love That Boy“ von Katrina & The Waves. Cool, diese Scheibe - die Dschapaner wissen schon, warum sie sich die Swoons gekrallt haben.

Bewertung: 8/12

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