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Reggie & The Full Effect - Songs Not To Get Married To

Songs Not To Get Married To

Der Keyboard-Weirdo der Get Up Kids ist zurück. Der Witz leider nicht. Dafür versucht er's nun mit ein paar richtigen Songs, Emo-Metal und mehr.

Was ist los? Hat der Mann zu viel gefeiert? Zu viel geschluckt? Zu viel gebaggert? Frisch geschieden, schustert James Dewees alias Reggie ein weiteres, mittlerweile viertes Album zusammen. Und was sich bereits vor zwei Jahren auf "Under The Tray" abzeichnete, das wird auf "Songs Not To Get Married To" deutlicher denn je: Der Witz fehlt, die Keyboard-Popsongs sind nicht mehr so catchy wie einst, und insgesamt wirkt das Album seltsam schal. Was allerdings kaum verwundert, da sich die immergleichen Zutaten eben irgendwann abnutzen. Einmal mehr mit dabei ist Coalesce-Auspuff Sean Ingram alias Hungary Bear, der neben einigen weiteren Stücken auch das einleitende "What The Hell Is Contempt" veredelt. Am überraschendsten ist vielleicht noch "The Trooth", ein nahezu reines Chaos-Metalstück, das eigentlich nichts mit dem angestammten Sound der Band zu tun hat. Während sich die ersten drei Viertel des Albums noch um mehr oder minder ernstgemeinte Songs bemühen, kippt der Rest um, mutiert zur ausgeleierten Lachnummer. Es erwarten uns: ein lustig gemeinter 80's-Popper ("Love Reality"), ein ödes Instrumental ("Laura's Australian Dance Party") und ein Techno-Metal-Joint-Venture mit der tatsächlich lustigen Persiflage-Band Common Denominator ("Deathnotronic"). Naja, wenigstens bleibt er uns erhalten, wenn uns schon die Get Up Kids verlassen.

Bewertung: 6/12

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