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02.08.2005 | 10:55 0 Autor: Oliver Uschmann RSS Feed

Geschäftsberichte

Neuigkeiten aus der Welt der Major-Labels. Universal startet sein neues Preissystem und SonyBMG schluckt die Hälfte von Four Music. Eine Übersicht.

+++ SonyBMG hat es vorgemacht, jetzt zieht Universal nach. Wie Musikwoche.de berichtet, gibt es bei dem Label seit gestern ein neues, dreistufiges Preissystem, auch wenn es naturgemäß ein wenig dauern wird, bis die Produkte wirklich mehrheitlich in verschiedenen Versionen im Regal stehen. Die Preis- und Gestaltungsunterschiede werden nicht pauschal auf jede Veröffentlichung angewendet, sondern orientieren sich an der Art des Künstlers. So sollen Newcomer-Themen bei der Veröffentlichung 13 Euro kosten, um den Kaufanreiz bei neuen Bands anzuregen. Sind Alben schon länger auf dem Markt und gehen nach abgelaufenem Neuheiten-Bonus in den ganz normalen Abverkauf über, werden sie auch als "Pur"-Version mit einfacherer Verpackung für einen runden Zehner angeboten. Auch Singles bekommen ein "Pur"-Format verpasst, Anfang August sollen in dieser Form die ersten 2-Track-CDs auf den Markt kommen. Als Kontrast zu den Sparformaten wird es Nobelversionen von Veröffentlichungen etablierter Künstler geben, die "rund 25% mehr als reguläre Alben kosten sollen", wie Musikwoche der Financial Times entnimmt. Die Deluxe-Formate erscheinen in hochwertiger Ausstattung mit Bonus-DVD und klarer Limitierung, um Sammler und Liebhaber anzusprechen.

+++ Noch zum Ersten dieses Jahres hatte das Fanta 4-Label Four Music seinen Vertriebsdeal mit Sony BMG gekündigt und sich öffentlich über die Firma ausgelassen. "Diese Firma hat über Jahre ihre Pflichten gegenüber der Band in unverantwortlicher Weise vernachlässigt und kann mit ihr nicht umgehen." Ein Satz von Four-Geschäftsführer Fitz Braum, der damals durch Medien und Internet ging. Nun hat sich SonyBMG laut "Spiegel Online" mit einer siebenstelligen Summe 50% von "Deutschlands erfolgreichstem unabhängigen Plattenlabel" gesichert. Wie das Nachrichtenmagazin berichtet, fließt das Geld nicht an die Gesellschafter (also vornehmlich die Fantas), sondern soll massiv in Hege und Pflege neuer, deutscher Newcomer investiert werden. Nach den Erfolgen von Max Herre oder Gentleman im vergangenen Jahr wolle der Konzern "durch die Übernahme so schnell wie möglich stärker vom Deutschpop-Boom profitieren." Eine Einschätzung, der man sich anschließen kann.

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