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17.02.2021 | 16:53 3 Autor: Jonas Silbermann-Schön RSS Feed

Nu-Metal-Playlist: Der Soundtrack zu unserem Special in VISIONS 333

News 31397In VISIONS 333 haben wir uns in einem großen Special dem streitbaren Genre Nu Metal gewidmet. Unser dazugehöriges Mixtape könnt ihr jetzt auf Spotify hören!

Zur Jahrtausendwende ging Nu Metal so richtig durch die Decke und zog neben viel Ruhm auch allerhand Hass auf sich. So äußerte sich 2001 der Faith No More-Sänger Mike Patton wie folgt über das Genre: "Das ist furchtbar! Solche Bands kommen mir immer vor, als führten sie einen Wettbewerb: Wir können noch beschissener sein als ihr!"

Obwohl Alben wie "White Pony", "Chocolate Starfish And The Hot Dog Flavored Water" oder "Hybrid Theory" den Soundtrack der Stunde lieferten und teils sämtliche bestehende Verkaufsrekorde brechen konnten, wurden Stimmen wie die von Patton immer lauter - bis nach dem kommerziellen Höhepunkt im Jahr 2000 der rapide Niedergang einsetzte.

Die Playlist enthält Songs von den 30 wichtigsten Platten aus unserem Nu-Metal-Special, in dem wir uns ausführlich dem Aufstieg und Fall des Genres widmen und in unserer Plattenliste die bis heute besten und auch die möglicherweise zurecht verspotteten Meilensteine erneut unter die Lupe nehmen. Darunter sind die unumgänglichen Hits von Papa Roach, Korn, Linkin Park, Drowning Pool und Disturbed.

In der Dezember-Ausgabe VISIONS 333 erfahrt ihr die komplette Geschichte des "Triumph der Schmuddelkinder" mit allem über die wichtigsten Alben und deren Einfluss. Das Heft könnt ihr weiterhin über unsere Webseite nachbestellen und euch direkt nach Hause liefern lassen. Mehr kuratierte Playlists findet ihr auf unserem Spotify-Profil.

Spotify-Playlist: "Nu Metal"

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Kommentare (3)

Avatar von RocknRolla RocknRolla 18.02.2021 | 10:41

Bitter für alle, die den guten Songs dieser Zeit was abgewinnen konnten ist, dass es heute wenig Bands gibt, die mal melodisch, mal hart unterschiedliche Genres mischen und was interessantes dabei herumkommt.

Wenn man hört, dass Loathe nu-metal Einflüsse hat, wird für mich die Musik leider vom Gegrowle des Sängers wieder entwertet, da ich nicht darauf stehe.

Die letzten 20 Jahre waren nach den 90er in dem Bereich Gitarrenmusik irgendwie dürftig. Entweder man ging in die Garage Richtung, welche aber mir zu fade klingt und abwechslungsarm. Man ging in die Core Richtungen, wo es mal schön wäre normalen Gesang zu haben.

Es gibt die ein oder andere Band im Alternative Rock/Metal/Crossover, aber die zu finden und auf den Geschmack den man in den 90ern hatte aufsetzend, da findet sich nicht viel neues.

Avatar von DANNYDEVITO DANNYDEVITO 18.02.2021 | 20:09

Interessante Thesen, denen ich durchaus zustimmen kann. Was mich, der ich als Metal- und Punkrockkid der 80er aufgewachsen ist, heute stört, ist die penetrante Einsortierung in Genres. Da gibt es die Shoegaze-Sludge-Metalcore-Death-Progressive-Mathcore-Band, die irgendein Extrem auslotet, um gehört zu werden, dabei aber das Wesentliche, nämlich das Songwriting, vergisst. Es ist unglaublich schwer, in der heutigen Flut der Veröffentlichungen Perlen zu finden, die eine längere Halbwertszeit als 4 Wochen haben. Damals war Metal einfach Metal, und Punk war Punk. Klar, Genres gab es immer, aber schlussendlich war immer Konsens: das ist ne gute Band. Wenn man genau hinhörte, waren die Einflüsse sowieso schnell klar und man konnte zwischen gekonntem Neuerfinden des Rades und einem bloßen Rip-Off unterscheiden, siehe die Grunge-Bewegung. Ein zweiter Punkt, der mich fast noch mehr stört und den wir immer wieder in unserer Rockband diskutieren, ist der austauschbare Sound, der den modernen Scheiben innewohnt. Moderne Produktionen klingen oft beliebig. Alles muss knallen, alles ist zu Tode komprimiert, es fehlt der Mut zur Dynamik. Wo man früher noch Gitarristen an ihrem Sound erkannt hat, regieren heute Pro-Tools und Melodyne. Man höre eine Thrash-Metal-Scheibe aus den 80ern und dann eine moderne Produktion, die vielleicht mehr Druck bat, aber nach 20 Minuten den Hörer erschlägt, während die 80er-Metalscheibe zwar rumpelt, aber unglaublich Charme hat. Heute muss eine Band bewusst auf Retro machen (Greta...), um Gehör zu finden, inkl. Look und Sound... aber wir sind nicht mehr in den 70ern, da greife ich lieber zu den Originalen... aber ich gebe nicht auf zu suchen!

Avatar von McLiddik McLiddik 19.02.2021 | 08:23

WER...
hat denn Mike Patton als Musik- Gott gekürt, dass er ein ganzes Genre so in den Dreck ziehen darf?
Mich deucht, der Herr hat ein überdimensionales Ego- Problem...
Ich kann leider auch nicht nachvollziehen, wie man ein solches Zitat anbringen kann, wenn eine Playlist des Genres angepriesen werden soll?!
In jedem Genre gibt es Diamanten und Kohle.
Wenn alle Bands gleich geil wären, wäre es nicht das Abenteuer für jeden Hörer, das Universum der musikalischen Ergüsse zu ergründen.

Nu Metal ist sicherlich nicht mein Favorit, aber Bands wie Korn, Deftones, Slipknot oder SOAD feier ich!

Sorry Mike Patton, aber du musst dir deine Sporen bei mir noch verdienen.

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