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13.02.2020 | 11:20 1 Autor: Gerrit Köppl RSS Feed

Rage Against The Machine wollen Ticket-Schwarzmarkt bekämpfen und Erlöse spenden

News 30592

Foto: Robin Harper

Rage Against The Machine haben ein eigenes Konzept zur Einschränkung von Ticket-Schwarzmarkthändlern vorgestellt. Die Band will illegalen Profiteuren ihrer Reunion-Tour mit Karten zu einem Aufpreis zuvorkommen und sämtliche dadurch erzielten Bonus-Einnahmen an lokale Organisationen spenden.

Anfang der Woche kündigten Rage Against The Machine endlich die Daten ihrer Reunion-Tour an, die die wiedervereinigte Band bereits Ende 2019 angedeutet hatte. Auf Deutschland entfällt ein Auftritt beim Lollapalooza Berlin, also einem Festival, und es stehen auch einige weitere große Festival-Events in anderen Ländern auf dem Plan. Gerade in den USA, vereinzelt aber auch in Europa, planen sie größere Headliner-Shows.

Der Vorverkauf für einen Großteil der US-Termine startet heute Nachmittag. Trotzdem waren im Vorfeld auf dubiosen Websites schon Tickets zum Verkauf zu horrenden Summen aufgetaucht. Die Band ergänzte auf ihrer Homepage deshalb gestern eine ausführliche Erklärung zu ihrem Vorhaben, Fans vor der Abzocke zu schützen - mit einer ganz eigenen Methode.

"Bei vielen Konzerten grabschen sich Kartenschwarzhändler bis zu 50 Prozent der Plätze und verkaufen sie Fans zu einem viel höheren Preis. Wir werden alles tun, um 90 Prozent aller Tickets vor Kartenschwarzhändlern zu schützen, und dann werden WIR zehn Prozent der Sitzplätze zurückhalten (zufällig ausgewählte Plätze in jeder Venue), um sie zu erhöhtem Preis zu verkaufen (aber günstig genug, um die Schwarzhändler zu unterbieten). Wir werden 100 Prozent des Geldes, das über den Grundpreis und die Gebühren hinaus eingenommen wird, an Wohlfahrtseinrichtungen und Aktivistengruppen spenden, die wir in jeder einzelnen Stadt unterstützen. Wir sind uns sicher, dass dadurch viel mehr Fans Tickets zum eigentlichen Preis bekommen und wir damit dem Sekundärmarkt-Wucher ordentlich schaden. Wir hassen diese Abzocke genau so sehr wie ihr und werden weiter nach Wegen suchen, diese zu bekämpfen."

Ob das alle Termine betrifft oder beispielsweise nur die US-Daten, spezifizierten Rage Against The Machine nicht - das wird sich wohl erst nach Beginn des Vorverkaufs zeigen. Auch wo und ab wann die zehn Prozent der Tickets zum erhöhten Preis angeboten werden sollen, ist noch nicht klar. Gitarrist Tom Morello nutzt zur Zeit seinen Twitter-Account, um gezielt Fans auf bestimmte Fake-Ticketseiten hinzuweisen und vor dem Kauf zu warnen.

Rage Against The Machine betonten zum Schluss des Statements noch einmal, dass sie mit der Tour große Mengen Geld für wohltätige Zwecke sammeln und spenden wollen. "Alle Profite unserer ersten drei Shows kommen Organisationen zugute, die sich für die Rechte von Immigranten einsetzen und wir werden über die ganze Tour hinweg mehrere weitere Charitys und aktivistische Organisationen unterstützen."

Die Welttournee der politischen Crossover-Band beginnt am 26. März in El Paso, Texas und zieht sich dann über das Jahr hinweg. Unterstützt werden sie bei fast allen Terminen von Run The Jewels. Am 6. September spielen Rage Against The Machine als Headliner beim Berliner Lollapalooza, für das es bereits Tickets gibt. Im Wien, Krakau und Prag stehen eigene Arena-Shows an, Tickets für Wien gibt es ab dem morgigen Freitag um 12 Uhr bei oeticket.com. Außerdem spielen sie das berühmte Reading und Leeds Festival in Großbritannien und treten beim Rock En Seine in Paris sowie dem Electric Picnic Festival im irischen Stradbally auf.

Tweet: Tom Morello warnt Fans vor teuren Tickets (Auszug)

Live: Rage Against The Machine

28.08. Leeds - Leeds Festival
30.08. Reading - Reading Festival
01.09. Paris - Rock En Seine Festival
04.09. Stradbally - Electric Picnic Festival
06.09. Berlin - Lollapalooza Berlin
08.09. Prag - O2 Arena
10.09. Krakau - Tauron Arena
12.09. Wien - Stadthalle

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Kommentare (1)

Avatar von moorely moorely 15.02.2020 | 12:43

Na da bin ich ja gespannt. Wien war innerhalb weniger Sekunden ausverkauft, und Minuten später waren schon die ersten Tickets um mehrere Hundert Euro zu haben.

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