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03.11.2019 | 15:29 4 Autor: Gerrit Köppl RSS Feed

Rage Against The Machine haben sich wiedervereinigt

News 30365

Foto: ratm.com

Rage Against The Machine haben sich offenbar wiedervereinigt und mehrere Reunion-Shows angekündigt. 2020 wird die Band nach neun Jahren Funkstille scheinbar mehrere Konzerte in den USA spielen.

Am vergangenen Freitag tauchte auf Instagram ein neuer Account namens "rageagainstthemachine" auf, dazu ein Foto von den gegenwärtigen Protesten in Chile und fünf Termine in vier US-amerikanischen Städten - darunter einer, der nahelegte, die Band könnte als Headliner beim Coachella-Festival spielen. Zuerst konnte die Echtheit des Accounts nicht verifiziert werden, die Band und ihr Management reagierten nicht auf Anfragen. Das Coachella listet die legendäre Rap-Metal-Band auch noch nicht im Line-up. Der Twitter-Account wird seit jeher nur von Fans geführt. Doch nun hat ihr neuer Instagram-Kanal das blaue Verifikations-Häkchen bekommen - es scheint wohl mit größter Wahrscheinlichkeit wahr zu sein: Rage Against The Machine haben sich wiedervereinigt.

Rage Against The Machine wollen möglicherweise das Jubiläum ihres dritten Albums "The Battle Of Los Angeles" feiern, das am 2. November 1999 - exakt 20 Jahre vor Auftauchen des Accounts - auf Epic erschien, mit darauf enthaltenen Songs wie "Guerilla Radio", "Sleep Now In The Fire" und "Testify". Das legt auch ein neuer Post auf ihrer schon länger existierenden Facebook-Seite nahe, in dem neues Merch zu der Platte angepriesen wird. Die Reunion findet jedoch keine Erwähnung.

Auch der in den sozialen Netzwerken sonst sehr lautstarke Gitarrist Tom Morello kommentierte die Reunion bisher nicht. Er ist seit 2016 mit seiner Supergroup Prophets Of Rage unterwegs, die gerade auf ihr zweites Album warten lässt. Seine RATM-Kollegen Tim Commerford (Bass) und Brad Wilk (Schlagzeug) spielen dort auch. Einzig Frontmann Zack De La Rocha lässt kaum von sich hören. 2016 veröffentlichte er die richtig gute Solo-Single "Digging For Windows" und es wurde angekündigt, er habe ein Album aufgenommen, das El-P von den befreundeten Run The Jewels produziert hatte. Auf deren Platte "RTJ3" war De La Rocha zu hören, von seinem Album aber hörten wir nichts mehr.

Rage Against The Machine hatten sich ursprünglich 2000 aufgelöst. 2007 folgte die Reunion beim Coachella Festival, die eigentlich einmalig bleiben sollte, jedoch dann doch zu einer längeren Tour führte, die die Band auch nach Europa brachte. Am 30. Juli 2011 spielten sie auf ihrem eigenen Festival L.A. Rising - doch das sollte ihr vorerst letzter Auftritt werden. Neues Material war nach "Renegades" von 2000 abgesehen von Livealben nicht mehr erschienen.

Die aus Los Angeles stammende Band gehört zweifelsohne zu den wichtigsten Protagonisten im VISIONS-Kosmos: Anfang 2018 wählte unsere Leserschaft das Debütalbum "Rage Against The Machine" auf den ersten Platz ihrer Alben für die Ewigkeit - nachzulesen in VISIONS 300.

Instagram-Post: Rage Against The Machine kündigen offenbar Reunion-Konzerte an

Facebook-Post: Rage Against The Machine kündigen neue Merch-Serie an

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Kommentare (4)

Avatar von wilder rockerr wilder rockerr 03.11.2019 | 23:55

Riecht nach Geldmache wie schon bei den Profits of Rage.
Wenn man schon ein Foto von Aufständen in Südamerika zeigt, könnte man ja erwarten, die Musiker hätten auch den Drang, ihre Wut in neue Songs umzusetzen, aber scheinbar gehts doch nur ums Geld...

Avatar von Le Stoffi Le Stoffi 04.11.2019 | 17:16

Abwarten. Vielleicht kommt da ja noch was.

Avatar von Oliver Scholl Oliver Scholl 06.11.2019 | 01:25

@wilder rockerr
Sie widersprechen sich selbst! Mit einem neuen Album könnte die Band richtig viel Kohle verdienen. Das sie es nicht machen (zumindest vorerst noch nicht), sondern nur ein paar Shows spielen, ist doch vollkommen OK. Keines der Bandmitglieder lebt "auf großem Fuß"; Morello, Wilk und Commerford haben mit Audioslave, Prophets of Rage (übrigens mit eigenen Songs - was Ihr "Wortspiel" also ebenfalls widerlegt) und anderen Projekten sicherlich auch nicht schlecht verdient.
Was soll dieser ständige Neid. Es gibt eben Menschen, die verdienen mehr im Monat, als andere in einem ganzen Leben - leisten aber auch eben dementsprechend mehr (natürlich nicht alle). Aber, sie zahlen auch mehr Steuern im Monat, als andere in einem ganzen Leben, tun auch sonst viel Gutes für die Gesellschaft und andere Menschen. Dagegen ist doch absolut nichts zu sagen.
Ich wüsste mal gerne, ob Leute wie Sie - die immer gleich Kommerz, Geldmache und Abzocke (ekelhafte Unworte) schreien, freiwillig einen schlechter bezahlten Job annehmen oder behalten würden, wenn man ihnen einen sehr viel lukrativer bezahlten anbieten würde - ich kenne die Antwort!

Avatar von Go Ahead Eagle Go Ahead Eagle 06.11.2019 | 08:44

Lieber Herr Scholl,

Sie liegen falsch.
Nicht mit Alben wird heutzutage das große Geld verdient, sondern mit Konzerten.

Mit freundlichen Grüßen

G. a. E.

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