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26.12.2018 | 10:00 0 Autor: Martin Burger RSS Feed

Lieblingssongs 2018: Martin Burger

News 29430Die VISIONS-Redaktion blickt zurück auf das Musikjahr 2018. Dieses Mal: Die 10 Lieblingssongs von Redakteur Martin Burger.

Moin! Zehn Songs - offensichtlich eine viel zu knappe Vorgabe, um all meine Lieblingsongs 2018 unterzubringen. Als Kompromiss habe ich meine Top Ten gestaltet wie ein Mixtape, das hoffentlich nicht nur in meinen Ohren einem Spannungsaufbau folgt.

Den Anfang markiert eine unserer "Vormerken!"-Bands: Wax Chattels aus Neuseeland spielen noisigen Post-Punk ganz ohne Gitarren und erzeugen damit im ersten Song ihres ersten Albums schön fiepsende Unrast. Danach Mike Vennart, dessen "Donkey Kong" nahtlos in der Albumsequenz von "To Cure A Blizzard Upon A Plastic Sea" sitzt und doch für sich steht. Über den kunstvollen Thrice-Song "Just Breathe" mit Gastgesang von Emma Ruth Rundle führen A Place To Bury Strangers in einen seltenen Shoegaze-Moment auf "Pinned": "Was It Electric".

Die erste Hälfte schließt Courtney Barnett ab, indem sie Gillian Welchs "Everything Is Free" covert, einen Alt-Country/Bluegrass-Song von 2001 über den Wert von Musik im Informationszeitalter. Damals ging es um Napster, heute ist alles noch schlimmer. Dark Fair, ein ebenfalls in "Vormerken!" vertretenes Rockduo aus Melbourne, startet die B-Seite mit "First Thing I Become" dunkel riffend unter Zuhilfenahme der Cowbell - ist nie verkehrt. Weil sie kein Album veröffentlicht haben, sind Boygenius leider in vielen Jahresabschluss-Listen nicht vertreten. Aus den sechs ausgezeichenten Songs auf der Gemeinschafts-EP von Julien Baker, Phoebe Bridgers und Lucy Dacus ragt "Me & My Dog" ein Stückchen heraus. Hier in einer Live-Version aus einer mitgefilmten Radiosession.

The Beths, eine weitere Kiwi-Band und dank unseres Autors Anton Stechonin meine Entdeckung des Jahres, spielen in "Little Death" alle Stärken ihres ohnehin prächtigen Debütalbums "Future Me Hates Me" aus. The Good The Bad And The Zugly standen dieses Jahr im VISIONS-Fokus, weil Sänger Ivar Nikolaisen nach dem Abgang von Erlend Hjelvik nun auch bei Kvelertak die Position am Mikro inne hat. Ihr drittes Album "Misanthropical House" sollte dabei allein wegen Stücken wie "Sickness Unto Death" nicht unterm Radar fliegen. Zum Schluss ein Eindruck vom bisher größten Konzert in der Karriere von Rolo Tomassi: "A Flood Of Light", einer der Songs des Jahres aus einem der Alben des Jahres - mit Handytaschenlampen-Lichtermeer und über der Menge tanzenden Luftballons.

Playlist: Die 10 Songs des Jahres von Martin Burger

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