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08.08.2018 | 16:00 0 Autor: Online Redaktion RSS Feed

Newsflash (La Dispute, Dave Grohl, Reeperbahn Festival u.a)

News 28880Neuigkeiten von La Dispute, Dave Grohl, dem Reeperbahn Festival, Marissa Nadler, Dead Now, The Dodos, einer Studie über die Einkünfte der Musikindustrie, Aphex Twin, Dark Fair, Every Time I Die, einer Richtigstellung des Wacken-Ausflugs zweier Senioren und von Drumsticks gemalte Bilder.

+++ La Dispute haben eine Jubiläums-Neuauflage von "Somewhere At The Bottom Of The River Between Vega And Altair" angekündigt. Die überarbeitete Version des inzwischen zehn Jahre alten Debütalbums der Post-Hardcore-Band erscheint am 9. November. "In vergangenen Jahr hatten wir die Möglichkeit, uns das Album noch einmal anzusehen", schreiben La Dispute auf ihrer Webseite, "um es im gleichen Sinne wie damals noch einmal zu versuchen, mit den heutigen Möglichkeiten das bestmögliche aus ihm herauszuholen. Wir wollten den Zeitgeist erhalten, den diese Platte für uns eingefangen hat, aber auch einige von den Dingen darauf anwenden, die wir über die letzten zehn Jahre gelernt haben, damit es so klingt wie wir es heute wollen würden." Dazu hätten sie mit Hilfe von Produzent Will Yip und Toningeneur Dave Schiffman die orginalen Tonspuren neu bearbeitet, um ihnen mit anderem Equipment wie Pedalen, Mikrofonen und Verstärkern neues Leben einzuhauchen, ohne sie neu aufnehmen zu müssen. Die Platte kann ab sofort vorbestellt werden und kommt außerdem mit einem alternativen Artwork. Ende 2017 hatte die Band bestätigt, an einem neuen Studioalbum zu arbeiten. In den kommenden Wochen spielen sie einige Konzerte in Deutschland, die jedoch alle ausverkauft sind.

Video: La Dispute - "Somewhere At The Bottom Of The River Between Vega And Altair" (Trailer)

Cover: La Dispute - "Somewhere At The Bottom Of The River Between Vega And Altair"

La Dispute

VISIONS empfiehlt:
La Dispute

19.08. Köln - Bürgerhaus Stollwerck | ausverkauft
20.08. Hamburg - Sommer in Altona | ausverkauft
21.08. Berlin - Columbia Theater | ausverkauft

+++ Dave Grohl hat einen weiteren Trailer zu seinem Dokuprojekt "Play" veröffentlicht. Der Foo Fighters-Frontmann spielt darin in einem großen Studio sieben Instrumente. Da im Video die verschiedenen Spuren übereinanderliegen, ist Grohl auch visuell in siebenfacher Ausfertigung in nur einem Szenebild zu sehen, dessen Aufbau bei Instagram auch ausgeführt wurde. Grohl hat im Alleingang einen 25-minütigen Song aufgenommen und den Prozess dokumentiert. Diese Dokumentation namens "Play" erstreckt sich über zwei Teile, in denen es zum einen um die Entstehung des Songs geht, zum anderen die fertige Produktion selbst festgehalten wird. Sie erscheint am kommenden Freitag. "'Play' repräsentiert die persönliche Herausforderung eines jeden Musikers, sich immer wieder zu verbessern. Auch jetzt, als 49-jähriger Mann, versuche ich das immer noch", kommentierte Grohl. Neben einer interaktiven Online-Erfahrung für die Fans sei noch geplant, die Noten für die einzelnen Instrumente zu veröffentlichen. Vor Kurzem gab es bereits einen kleinen Teaser zu sehen.

Video: Dave Grohl - "Play" (Trailer)

Instagram-Post: Aufbau zu "Play"

+++ Das Reeperbahnfestival hat eine weitere Welle von Bands bestätigt. Neu hinzugekommen sind unter anderem Passenger, Metronomy, Oi Va Voi, Vizediktator, Strange Bones und Asylums. Das Hamburger Festival findet dieses Jahr vom 19. bis 22. September statt. Das ganze bisherige Line-up, das schließlich aus mehreren hundert Acts bestehen wird, findet ihr auf der festivaleigenen Webseite.

Facebook-Post: Weitere Reeperbahnfestival-Bestätigungen

VISIONS empfiehlt:
Reeperbahnfestival

19.-22.09. Hamburg - Reeperbahn

+++ Marissa Nadler hat den neuen Song "Blue Vapor" inklusive Musikvideo vorgestellt. In dem schaurig-schönem, düsteren Clip, der in Grau-, Blau- und Schwarztönen gehalten ist, kommen surreale Bilder und Projektionen zum Einsatz. Regie hierfür führte Thomas McMahan. Die Dreamfolk-Musikerin lobte ihn dafür, die "nicht greifbaren Bilder der Depersonalisation visualisiert" zu haben. "Blue Vapor" ist Teil des am 28. September erscheinenden Albums "For My Crimes", zu dem sie schon den Titeltrack präsentiert hatte. Nach der Albumsveröffentlichung spielt die US-Amerikanerin ein Konzert in Berlin. Zuletzt war Nadler mit Ghost und Pallbearer auf Tour mit ihrer 2016 veröffentlichten Platte "Bury Your Name".

Video: Marissa Nadler - "Blue Vapor"

Live: Marissa Nadler

26.10. Berlin - Musik & Frieden

+++ Dead Now streamen den neuen Song "Powershapes". In dem sludgigem Stoner-Rock-Track prallen tief heruntergestimmte Gitarren mit Doom-Riffs auf verwaschenen Gesang von Andrew Elstner (Ex-Torche) und langsam schleppendes Schlagzeug, bevor die Band gegen Ende ordentlich das Tempo anzieht. "Powershapes" ist neben "Ritchie Blackmourning" der zweite Song, den das Power-Trio vor Erscheinung des gleichnamigen Debüts präsentiert. Es erscheint am 7. September.

Stream: Dead Now - "Powershapes"

+++ The Dodos haben das Album "Certainty Waves" mit dem Song "Forum" angekündigt. Gitarrist und Sänger Meric Long deklarierte jenes als "Midlife-Crisis-Album". Anstatt sich auf mögliche Fanerwartungen oder das Endresultat konzentriert zu haben, hätten die Indierocker sich auf das Bauchgefühl und ersten Impulsen verlassen - egal, wie unsinnig diese auch gewesen wären. Entsprechend impulsiv klingt tatsächlich das stolpernde "Forum", das mit unstetem Beat und Dissonanzen spielt. Die Platte kommt am 12. Oktober über Polyvinyl heraus und ist das erste Album seit dem drei Jahren alten "Individ". Kürzlich setzte das Duo mit seinem neuen Song "Mirror Fake" ein Statement gegen Islamophobie und die Diskriminierung von Muslimen in den USA.

Stream: The Dodos - "Certainty Waves"

Cover & Tracklist: The Dodos - "Certainty Waves"

thedodos

01. "Forum"
02. "IF"
03. "Coughing"
04. "Center of"
05. "SW3"
06. "Excess"
07. "Ono Fashion"
08. "Sort of"
09. "Dial Tone"

+++ Laut einer Studie von Citigroup gehen nur zwölf Prozent der Einnahmen in der Musikindustrie an Künstler. Studiengegenstand war die US-amerikanische Musiklandschaft, die vergangenes Jahr einen Umsatz von insgesamt 43 Milliarden US-Dollar erwirtschaften konnte. Von dieser Menge gehe der größte Teil an Mittelsmänner, technologische Dienstleister, Radiostationen, Konzertveranstalter, Manager und Plattenlabels. In Zeiten des Online-Streamings sei es vor allem für junge Musiker schwierig, genügend Geld mit ihrem Job zu verdienen. Allerdings steigerte sich der prozentuale Anteil am Einkommen im Vergleich zum Jahr 2000 um fünf Prozent. Das sei vor allem dem Trend zu mehr Konzerten und Touren geschuldet. Außerdem gebe es immer mehr Bands, die ihre Musik in Eigenregie produzieren und veröffentlichen, um dadurch weniger Geld an Dritte abgeben zu müssen. Die gesamte Studie gibt es a hier als PDF.

Bild: Auszug aus der Citigroup-Studie

studie

+++ Aphex Twin hat den neuen Song "T69 Collapse" mit einem für Epileptiker ungeeigneten Video veröffentlicht. Der neue Elektrotrack vertont das bunte, verspulte und hektische Video mit Codes und Zahlen wie in der Matrix. Der Song ist Vorbote der am 14. September erscheinenden EP "Collapse", deren Release nun offiziell verkündet wurde. Aphex-Twin-Logos waren in den vergangenen Tagen in verschiedenen Städten aufgetaucht und hatten Vermutungen über neues Material veranlasst. Der Track sollte im Fernsehen Premiere feiern, wurde jedoch als zu gefährlich für Epileptiker eingestuft.

Video: Aphex Twin - "T69 Collapse"

Cover: Aphex Twin -

collapse

+++ Dark Fair haben für ihren Song "Off Into My Head" ein Video veröffentlicht. Das seit 2011 existierende Garage-Rock-Duo liefert ein pastellrosanes, komisches und surreales Video von einer Zukunft mit seltsamen Hundepsychologen. Die Musikerinnen schlüpfen mit einem süßen Pudel an der Seite in die Rolle der viel zu ambitionierten Ärztin und der Besitzerin, die letztendlich selbst therapiert wird. Wann die Band ihr angeteasertes Debütalbum erscheint, ist noch nicht bekannt. Genügend Stoff hatten die beiden im Verlauf der vergangenen Jahre zumindest auf ihrem Soundcloud-Account veröffentlicht.

Video: Dark Fair - "Off Into My Head"

+++ Every Time I Die-Sänger Keith Buckley hat sich offen gegen Trump-Anhänger und Nazis ausgesprochen. Er twitterte nach dem Auftritt seiner Band auf der letzten Warped Tour zunächst, dass er unter den tausenden Kids auf den Shows nicht einen mit Pro-Trump-Merchandise gesehen hätte, und er habe bewusst danach Ausschau gehalten, was ihn zunächst optimistisch stimmte. Als ein Fan dann jedoch auf Twitter seine Anti-Trump-Haltung kritisierte, da sie "wirklich seine Stimmung killt" und er damit viele Fans vergraulen würde, feuerte Buckley zurück: "Wir brauchen und wollen dein Geld nicht. Zisch ab." Im Anschluss fügte er hinzu: "Meine Band braucht euch nicht. Niemand braucht euch. Gebt Nazis bei jeder Gelegenheit aufs Maul." In einem letzten Post stellte er klar: "Wenn ein Rassist sich bewusst auf einer Hardcore-Show als solcher bekanntmacht, dann ist allein das ein Akt der Aggression. Bis dahin ist alles schön und gut. Ab dann aber nicht mehr."

Tweets: Keith Buckley über Nazis und Trump-Unterstützer

Keith Buckley

+++ Der "Ausflug zweier Senioren aufs Wacken" bedarf einer Richtigstellung: Die Polizei Itzehoe stellte nun klar, dass es sich bei den beiden Männern nicht um Senioren, sondern um 58 und 59 Jahre alte Personen handele, die nicht aus einem Altenheim, sondern aus einer psychiatrischen Einrichtung verschwunden seien. Sie wurden nicht auf dem Festivalgelände vorgefunden, sondern von Festivalbesuchern auf einer Straße des Ortes unweit des Festivals. In dem Ort tranken die psychisch kranken Männer Alkohol und verpassten den letzten Bus. Dementsprechend wurden die als vermisst gemeldeten Personen von einer Polizeistreife um drei Uhr morgens "hilflos" in einem Bushäuschen aufgegriffen. Aufgrund ihres Zustandes wurde ein gesundheitlicher Check in einem Sanitätszelt durchgeführt, das eigentlich für Festivalbesucher des Wacken Open Air gedacht war. Anschließend brachte sie ein von einer Polizeistreife begleitetes Taxi wieder zurück. Die Männer seien nie auf dem Festival geschweige denn im Besitz von Tickets gewesen.

+++ Musik ist Kunst, das ist allen klar. Gojira-Schlagzeuger Mario Duplantier nahm das nun noch wörtlicher und kreierte Bilder, indem er Musik spielte. Dabei verwendete er bunte LED-Drumsticks und eine auf Langzeitbelichtung eingestellte Kamera, woraus Fotos entstanden, die das lebhafte Schlagzeugspiel auf künstlerische Art in Szene setzen. Die Werke sind auf Duplantiers Webseite zu sehen und werden darüber hinaus noch in zwei kurzen Videos vorgestellt.

Video: Mario Duplantier - Schlagzeug-Kunst

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