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VISIONS Nr. 237 - 12/2012

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VISIONS 237

Chino Moreno spuckt wahrscheinlich Bier oder Wasser, aber eigentlich dürfte er sich gerade eher nach einer Champagnerdusche fühlen. Letzten Monat war er auf Seite 1, unserem Cover, diesmal gehört ihm die Pole Position des Soundchecks: Platte-des-Monats-Plakette für das neue Deftones-Album Koi No Yokan, dem vielleicht legitimen Erben ihres Referenzalbums White Pony von 2000. Drehen wir die Uhr noch ein paar Jahre weiter zurück, sind wir mitten in der Hochphase des Grunge. Bands wie Mindfunk, Tad und Hammerbox veröffentlichen Platten, die in einer fairen Welt heutzutage kurz nach Ten, Dirt und Badmotorfinger genannt werden würden. In Wahrheit ist die Welt natürlich ungerecht, und Albumnamen wie Dropped, Inhaler und Numb sorgen inzwischen vor allem für Frage- statt Ausrufezeichen. Wir wollen das ändern und präsentieren euch zehn vergessene Meisterwerke dieser Ära. Aufhänger des Specials ist aber eine Seattle-Band, die sich eher um die Zukunft als um die Vergangenheit Gedanken macht: Nach einer Warm-up-Phase mit selbstverordnetem Interviewverbot und nur gelegentlichen Liveauftritten gehen Soundgarden nun aufs Ganze und suchen mit ihrem Comeback-Album King Animal Anschluss an die eigene Legende. Ihr Konzert auf unserem Westend-Festival war jedenfalls aller Ehren wert. Was übrigens auch für die anderen Gäste wie Danko Jones und Biffy Clyro gilt. Außerdem in dieser Ausgabe: Flo Hayler besucht das Punk-Spektakel Fest in Florida und lässt sich von Bad-Brains-Rastamann H.R. unfreiwillig mit Adelstitel anreden, André Boße rollt die Geschichte des wegweisenden Interpol-Debüts neu auf, und Omar Rodriguez gewährt uns im Studio exklusiven Einblick in die Aufnahmen mit seiner neuen Band Bosnian Rainbows. Viel Spaß mit VISIONS 237!

Die (reguläre) CD im Heft - All Areas Vol. 146 - mit Bad Brains, Mando Diao, Kong, Bison B.C., Goodtime Boys, Mogwai, Parkway Drive u.a.

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Inhalt der Ausgabe

Titelstory: Soundgarden

SoundgardenEs ist nicht völlig auszuschließen, dass Soundgarden auch aus finanziellen Erwägungen wieder zusammengefunden haben. Nur: Ihrem neuen, sechsten Album King Aninal hört man das nicht an. Stattdessen wird man darauf Zeuge einer fulminanten, scheinbar aus der Zeit gefallenen Rockband, die hörbaren Spaß dabei hatte, diese Songs aufzunehmen. Ein Eindruck, der sich auch in den Gesprächen bestätigt, die sascha krüger mit Chris Cornell und Kim Thayil führte – anlässlich des vielleicht gelungensten Comebacks, das eine große Band der 90er im neuen Jahrtausend hingelegt hat.

The Fest 11

The Fest 11Am letzten Oktoberwochenende wird aus Gainesville/Florida traditionell eine Stadt im Ausnahmezustand. The Fest – das heißt übersetzt so viel wie 250 Punk- und Hardcore-Bands an drei Tagen in zwölf verschiedenen Club- und Straßenbühnen, plus unzählige, oft spontan anberaumte Konzerte auf Parkplätzen, in Hotelzimmern oder Lagerhallen. Dass das diesjährige Fest trotz der vermeintlich dünnen Headliner-Decke erneut zum Magnet für Individualisten aus aller Welt wurde, liegt vor allem am familiären Vibe der Veranstaltung. flo hayler schaute für uns vorbei.

Interpol

InterpolVon wegen helle Lichter: Wer 2002 Turn On The Bright Lights hörte, tat das am besten in zwielichtigen Räumen. Zum zehnten Geburtstag einer wirklich bahnbrechenden Platte blickt andré bosse mit Interpol-Gründer Daniel Kessler zurück auf die Zeit, in der er die Band rekrutierte und New York hielt, was es seit jeher verspricht.

Westend Festival 2012

Westend Festival 2012Leider sind uns die Initiatoren der großen Punkrock-Sause in Gainesville ein paar Jahre zuvorgekommen – sonst nämlich wäre „The Fest“ der perfekte Name für unser langes, lautes, leidenschaftliches Festivalwochenende gewesen, das traditionell im Dortmunder FZW steigt und diesmal ganz besonders fulminant ausfiel. Hier ist das Protokoll in Bild und Text zum Westend Festival 2012. Schön, dass ihr wieder mit uns gefeiert habt, als gäbe es kein Morgen.

Bosnian Rainbows / Omar Rodriguez

Bosnian RainbowsAt The Drive-In bleiben nicht zusammen, und The Mars Volta scheinen Geschichte: Omar Rodriguez hat eine neue Band, will aber nicht ihr Leader sein. Bosnian Rainbows arbeiten streng demokratisch – und Mitte Oktober gerade fieberhaft an ihrem Debütalbum. Dennis Plauk (Text) und Lisa Meinen (Fotos) haben sie bei den Aufnahmen in Hamburg besucht.

Weitere Themen:

Bad Brains | Murder By Death | Bison B.C. | Mando Diao | Goodtime Boys | Pinback | Jeff Rowe | Porcupine Tree | Less Than Jake | Kong | Mudhoney | The Bottrops | Dunderbeist | Green Day | James Iha | Menomena | Neurosis

Außerdem:

Der Soundcheck in diesem Monat mit Deftones, Titus Andronicus, Everyone Everywhere, Paws, Trash Talk, Pinback, Indian Handcrafts und vielen anderen. Die wichtigsten Platten des Monats, Vinyl, DVDs und Games auf 30 Seiten rezensiert.

Live

Konzertberichte aus den letzten Wochen. Unter anderen mit Down, Grizzley Bear, The Gaslight Anthem, Godspeed You! Black Emperor.

Beilage: 146 - All Areas CD

Tracklisting

146 - All Areas CD Cover
  1. Mando Diao - Strövtag I Hembygen
  2. Mogwai - Mexican Grand Prix (RM Hubbert Remix)
  3. Kong - The Gates Of Exception
  4. Bison B.C. - Clozapine Dream
  5. Parkway Drive - Dark Days
  6. Goodtime Boys - Callous
  7. Bad Brains - Into The Future
  8. The Bottrops - Menschenmaterial
  9. Black Sheriff - Night Terrors
  10. Dunderbeist - Father Serpent
  11. Jim Jones Revue - Never Let You Go