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VISIONS Nr. 234 - 09/2012

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VISIONS 234

Wir blicken noch einmal auf die Festivalsaison 2012 zurück: mit Nachberichten zum Area 4, Highfield, Oya, Deichbrand und Sziget – und per Abonnentenposter, das Billy Talent bei ihrem diesjährigen Rock-am-Ring-Auftritt zeigt, der sicher zu den Highlights des Open-Air-Sommers zählte. Womit wir bei der Band wären, der diese Ausgabe praktisch gewidmet ist: Billy Talent veröffentlichen endlich ihre vierte LP Dead Silence. Oder ist es doch die fünfte? Die Zählweisen gehen da auseinander, fest steht: Bereits 1999 brachte die Band in selber Besetzung, aber unter dem Namen Pezz ein Album in Kleinstauflage heraus: Watoosh! wurde zu einem gesuchten Sammlerstück unter Billy-Talent-Fans, zumal die Band kein großes Interesse hatte, es noch mal neu aufzulegen. Es kostete uns also einige Überredung, um Billy Talent davon zu überzeugen, die Pezz-Platte ein letztes Mal offiziell zugänglich zu machen, als CD-Beilage in visions. Mehr Billy Talent geht nicht? Fast. Den Soundcheck haben die vier trotz Spitzenschnitts für Dead Silence nicht ganz abgeräumt, die Platte des Monats ging an Propagandhi. Auch so eine visions-Herzband aus Kanada. Es bleibt also irgendwie in der Familie. Viel Spaß mit Ausgabe 234!

Die (reguläre) CD im Heft - All Areas Vol. 143 - mit Gallows, Wintersleep, Archive, Dinosaur Jr., Get Well Soon, Yeasayer und vielen anderen.

Exklusiv bei uns: Das lange verschollene Billy-Talent-Debüt, 1999 aufgenommen und veröffentlicht unter dem ursprünglichen Bandnamen Pezz.

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Inhalt der Ausgabe

Titelstory: Billy Talent

Billy Talent Auch wenn der Zeitplan von Billy Talent ein bisschen aus den Fugen geraten ist, der Qualität von Dead Silence konnte der über Toronto tobende Shitstorm aus Schicksalsschlägen und Zwangspausen nichts anhaben. Im Gegenteil: Im 20. Jahr ihres Bestehens ist die Band um Ben Kowalewicz ein geerdetes, selbst verwaltetes Familienunternehmen mit Nachhaltigkeitsklausel, gemeinnütziger Satzung, repräsentativem Firmensitz und einer zum Proberaum umfunktionierten Chefetage. Billy Talent Inc. – ein Firmenwerdegang fürs Lehrbuch.

Grizzly Bear

Grizzly Bear Grizzly Bear gelten als Feingeister des Folkrock, und es ist schon was dran an dieser Einschätzung. Ihre Musik ist strebsam und facettenreich, gespielt von vier Männern, die längst hinweg sind über das romantische Konzept, dass eine Band aus besten Freunden bestehen muss. Auch ihr neues Album Shields ist Profimusik ohne Rock’n’Roll-Klischee – obwohl Grizzly Bear darauf nahbar sind wie nie zuvor und selbst dem Tod einmal kurz ins Auge blicken.

Propagandhi

PropagandhiDie kanadische Politpunk-Institution Propagandhi verstand sich nie als Spaßband – auch wenn sie in ihrer Anfangszeit auf Fat Wreck mit diesem Image schon mal spielte. 19 Jahre später veröffentlichen Propagandhi ihre Platten beim Fat-Wreck-Nachbarn Epitaph, leben ihre Neigung zum Prog-Thrash aus und haben mit Failed States ihr dunkelstes Album aufgenommen. Dabei könnte Bandchef Chris Hannah als frischgebackener Vater optimistischer in die Zukunft blicken. Oder?

Dinosaur Jr.

Dinosaur Jr.Berlin im Juli. Die iPhone-Schutzhülle von J Mascis ist natürlich: lila. Trotzdem blickt er durch seine Schweißerbrille und die langen grauen Haarsträhnen hindurch immer wieder misstrauisch auf das Gerät, das wie ein Zauberapparat aus einer fremden Welt vor ihm auf dem Tisch liegt. Wahrscheinlich fürchtet Mascis in diesem Moment nichts so sehr, als dass ein Anruf eingehen könnte und er ohne Vorwarnung reden müsste. Denn dafür ist er auch nach fast 30 Jahren Dinosaur Jr. nicht gemacht.

Bloc Party

Bloc PartyFür einen Moment schien es, als wäre es vorbei. Doch das Ende von Bloc Party war nur ein kleiner Scherz. Statt getrennter Wege nun also ein Gruppending: Four – oder der Klang von vier Leuten in einem Raum. Dazu kommen Texte über Occupy und Metal-Gitarren. Doch kurz vor der Ausfahrt Wacken kommt Kele mit erotischen Shortstorys um die Ecke.

Gallows

GallowsNach dem Abgang von Frank Carter entwickeln sich Gallows zu einer Gang, deren Anführer lieber eine gute Band auf der Bühne sieht als fünf gebrochene Kiefer im Publikum. Die neuen Songs eignen sich trotzdem als perfekter Soundtrack für den nächsten Abend im Fight Club. Egal ob in London, Bangkok oder Toronto.

Weitere Themen:

Madsen | Get Well Soon | The XX | Royal Republic | Archive | The Darkness | Katatonia | Bonaparte | John Doe & X | Alberta Cross | Dispatch | Yeasayer | The Heavy | Wovenhand | Firewater

Außerdem:

Der Soundcheck in diesem Monat mit Propagandhi, Dinosaur Jr., Billy Talent, Grizzly Bear, Bloc Party, The XX, The Hirsch Effekt und vielen anderen. Die wichtigsten Platten des Monats, Vinyl, DVDs und Games auf 30 Seiten rezensiert.

Beilage: Pezz - "Watoosh!" CD

Tracklisting

Pezz
  1. M & M
  2. Fairytale
  3. Nita
  4. Mother's Native Instrument
  5. Bird In The Basement
  6. Recap
  7. When I Was A Little Girl
  8. Warmth Of Windows
  9. Square Root Of Me
  10. Absorbed

Live

Konzertberichte aus den letzten Wochen. Diesmal mit Festival-Fokus auf Area 4, Highfield, Sziget, Øya und Deichbrand. Außerdem: Der erste Against-Me!-Auftritt mit Frontfrau in Deutschland.

Beilage: 143 - All Areas CD

Tracklisting

143 - All Areas CD Cover
  1. Wintersleep - Resuscitate
  2. Dinosaur Jr. - Watch The Corners
  3. Gallows - Outsider Art
  4. Zen Zebra - Lake Lauer
  5. The Heavy - What Makes A Good Man?
  6. Yeasayer - Henrietta
  7. Archive - Conflict
  8. Get Well Soon - Roland, I Feel You
  9. Firewater - A Little Revolution
  10. Wovenhand - As Wool
  11. Bambi - Vielleicht