VISIONS Nr. 210 - 09/2010

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VISIONS 210

TITELSTORY: INTERPOL

Interpol Um es mit einem Plattentitel der Einstürzenden Neubauten zu sagen: Ende Neu. Interpol machen ohne Bassist Carlos Dengler weiter, der zwar noch am vierten Album mitarbeitete, danach aber die Band verließ. Für Sänger Paul Banks ist der Ausstieg längst kein Thema mehr. Er hat ein anderes Thema gefunden: der Mann als Jammerlappen.


THE SWORD

TheSword Vorzeitliche Schlachtengemälde haben die gemalt, die Götter der Erde heraufbeschworen. Jetzt entführen uns The Sword mit ihrem dritten Album ins All: ein SciFi-Konzept, das sogar Platz für ZZ-Top-Zitate hat. Doch dann nimmt das Gespräch im Wohnzimmer des Autors eine ernste Wandlung. Die Band macht ihrer Überdrüssigkeit in Sachen Alkoholismus, Moshing und Geschrei Luft. Der Außenseiterposition laufen sie so zwar in die Arme – doch Metallica sind trotzdem verliebt in die Texaner.


OCEANSIZE

OceansizeGlaubt man Mike Vennart, fühlen sich Oceansize auch nach einem Dutzend gemeinsamer Jahre noch immer wie Frischlinge. Wer kann es ihnen verdenken? Schließlich wirkt das neue Album Self Preserved While The Bodies Float Up nach seinem schwer verdaulichen Vorgänger so, als wären die Fab Five aus Manchester in einen Jungbrunnen gefallen.


EARL GREYHOUND

EarlGreyhoundMähnen. Afros. Bärte. Batik. Sonnenbrillen. Drums. Bässe. Gitarren. Singalongs. Die optischen Insignien von Psychedelic, Soul und Hardrock sind bei Earl Greyhound so sittsam aufgereiht wie die Holzperlen einer indischen Gebetskette. Jenseits der sichtbar zitierten Hippietradition schüttet einem das Trio aus Brooklyn eine ganze Schubkarre von Songjuwelen vor die Füße und lebt die moderne Transzendenz von Alter, Hautfarbe und Geschlecht. Ist diese Band zu schön, um wahr zu sein?


SPECIAL: DEUTSCHER HARDCORE

EnfoldTomte ist wohl die erfolgreichste Indiepop-Band Deutschlands. Indiepop. Hätte man das einigen ihrer Mitglieder Mitte der 90er erzählt, hätten sie einem zum Dank wahrscheinlich die Gitarre oder den Bass auf dem Kopf zertrümmert. Da zählten für Olli Koch, Dennis Becker, Nikolai Potthoff - um nur ein paar Protagonisten zu nennen - andere Dinge. Hardcore, aufrüttelnde Texte, musikalische Extreme, gesellschaftliche Abgrenzung, Tierrechte und ähnliche Ideale. Woraus später einmal die Hamburger Indie-Elite hervorgehen sollte, stieß sich bis Anfang der 00er Jahre ausgesprochen biestig die Hörner ab - mit aggressivem Chaos-Hardcore, Straight-Edge-Sound und einem beängstigenden Live-Gebaren. Wie blicken zurück auf die spannende deutsche Hardcore-Szene der 90er, die genauso auf Härte wie auf Hirn setzte, schauen auf den Norden und auch weiter südlich, um abschließend mit den interessantesten Hardcore-Bands der Republik die heutige Szene zu besprechen. Schrei, wenn du kannst!


AUSSERDEM:

Grinderman | Alarma Man | Junip | Eels | Tokyo Police Club | Philip Selway | Tweak Bird | Volbeat | The Dreams | Royal Republic | Pulled Aparty By Horses | Avenged Sevenfold | Spermbirds | Ghinzu | Stone Sour | !!! | Hurts | Wir sind Helden


Live

Arcade Fire | Primus & Gogol Bordello | Baroness, Converge, Kylesa & Kvelertak | Bad Religion | The Black Keys | Fucked Up

Beilage: 119 - All Areas CD

Tracklisting

119 - All Areas CD Cover
  1. Earl Greyhound - The Eyes Of Cassandra / Part II
  2. Interpol - Barricade
  3. The Thermals - Never Listen To Me
  4. Fotos - Mauer
  5. Oceansize - Superimposer
  6. Herrenmagazin - In den dunkelsten Stunden
  7. Royal Republic - 21st Century Gentleman
  8. PintAndWeFall - Jail
  9. I Am Kloot - Northern Skies
  10. Spermbirds - Columbus Feeling
  11. Alarma Man - Nightwolf
  12. The Fog Joggers - Waterfalls