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29.10.2018 | 09:13 Autor: Jan Schwarzkamp

Kinofilm der Woche: Bohemian Rhapsody

Bohemian Rhapsody

Ultradicht kondensiert: die Geschichte von Freddie Mercury, dem großartigsten Rocksänger aller Zeiten, und seiner Band aus Nerds.

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Schon vor einer gefühlten Ewigkeit hieß es Rami "Mr. Robot" Malek würde Freddie Mercury verkörpern. Begierig wartete man auf die ersten Fotos, die ersten Bewegtbilder. Immerhin muss der Sohn ägyptischer Eltern einen Sänger darstellen, der schon zu Lebzeiten überlebensgroß war. Mercury, geboren als Farrokh Bulsara im Sultanat Sansibar und dann mit seiner Familie nach London ausgewandert, schließt sich Anfang der 70er mit ein paar Studenten und Hobby-Musikern zusammen, um die Band Queen zu gründen.

Der Rest ist Geschichte. Und was für eine!

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Eine, die danach schreit, in kinotaugliche Bilder übersetzt zu werden. Eine Geschichte voller Euphorie, Erfolgen, Abstürzen und Drama. Die zwei Stunden und 14 Minuten, die Bryan Singer (X-Men) dafür veranschlagt, sind eigentlich zu knapp bemessen, pressen sie doch höchst kondensiert die Ereignisse von 1970 bis zum triumphalen Live-Aid-Auftritt von 1985 zusammen. Anderthalb Dekaden, in denen sich Stil, Musik und Outfit der Band mehrfach ändern. Bohemian Rhapsody erfreut vor allem anfangs mit einer guten Portion Humor und herrlichem, britischem 70s-Flair. Die Musiker sind gut gecastet, gerade Gwilym Lee als Gitarrist und Sympathieträger Brian May. Vor allem aber gelingt es Malek, in seiner schwierigen Rolle mit Sensibilität, den bekannten Posen und perfektem Look zu überzeugen.

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