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25.08.2001 Autor: MC_CORSE

The Hellacopters - High Visibility

Schon mit dem Vorgängeralbum "Payin the dues" zeigten die Hellacopters, was sie auf dem Kasten haben - nämlich einiges! RocknRoll in Perfektion, super Gitarrensoli, traumhaftes Zusammenspiel und Songs, die zum Teil einfach nur aufgrund ihrer guten Melodie mit dem Fuß mittippeln lassen, und andere, die einfach zum Abrocken einladen.
Da kaum ein Lied die vier Minuten übedauert, ist es auch noch ziemlich leicht konsumierbare Ware.

Der Opener "Hopeless Case of a Kid in Denial" beginnt mit lässigem Gitarrenintro, bis dann schnell die Solo-Gitarre richtig hohe Töne anstimmt, sozusagen als Auftakt, bis dann die RocknRoll-Akkorde abgezogen werden. Der Refrain sticht zwar nicht besonders aus der Strophe heraus, doch das ist nicht schlimm, denn der Fluss des Ganzen sollte hier auch nicht unterbrochen werden. Bald kommt dann ein Gitarrensolo, ein Zwischenpart, ein Finale und Ende. Sehr gutes Lied!

"Baby Borderline" ist zwar nicht sehr "heavy" (was auf dieses Album eh nicht zutrifft), reißt aber einfach durch seine gute Melodie mit, die wieder durch ein Gitarrensolo nach dem zweiten Refrain bereichert wird. An manchen Stellen weiß man gar nicht, ob das Lied nun fröhlich oder traurig sein soll. Aber gut.

"Sometimes I dont know" hätte eigentlich gut eine Single können, ist aber vielleicht zu kurz dazu (nur 2:26), die Melodien sind aber in jedem Fall supereingängig und klasse. Mal wieder gibts Gitarrensolo-Action.

Erste Single war aber nun mal "Toys and Flavours" - und das aus gutem Grund. Dieser Song kann fast als perfekt bezeichnet werden - aber nicht ganz, denn leider wird er nach zu oft wiederholtem Hörvorgang langweilig.
Gestartet wird gleich mit einem (wer hätte das gedacht-) Gitarrensolo. Die Strophe hat einfach eine Melodie, die zum Mit-singen/-tippeln/-tanzen/-spielen, oder was auch immer zwingt. Im Refrain gibts dann aber erst die Mega-Packung der Melodien, denen man nach dem ersten Hören schon nicht mehr widerstehen kann. Das Gitarrensolo-Duell, was noch kommt, beinhaltet die wohl besten Gitarrensoli, die ich in meinem ganzen Leben hören durfte. Sensationell und traumhaft!

"Youre too good (for me Baby)" ist als erster Song etwas anders im Album, klingt irgendwie anders - erfrischend einerseits, andererseits irgendwo langweilig.

"Throw away Heroes" beginnt mit sehr schönem Gitarrenintro, das dann bald in die Strophe übergeht. Die ruhigen Töne werden hier bevorzugt, und zwar in sehr schöner Art. Die Melodie ist einfach super - und das Lied ist wundervoll.

"No Song unheard" ist auch ruhig und gefällt mir genauso gut wie "Throw away Heroes", was schon einiges heißen darf. Dieses Lied ist sogar noch eine Spur ruhiger, und daher für besinnliche Augenblicke noch besser geeignet - ob das nun ein Vorteil ist, kann jeder für sich selbst ausmachen. Der Song an sich ist jedenfalls schön.

"Truckloads of nothin" fängt dann schon gleich zu rocken an, erinnert mich irgendwie an eine Autobahn, fragt nicht warum... Die Strophe ist eigentlich nicht sehr schön anzuhören, doch wenn es dann schon in den Pre-Refrain übergeht, wird bereits ordentlich gute Laune gemacht - na gut, gute Laune-Lied ist eigentlich auch nicht die richtige Bezeichnung für dieses Lied - irgendwie son Mischmasch. Ach ja, das Gitarrensolo ist ganz in Ordnung.

"A Heart without Home" erinnert dann wieder an die ersten Songs, die einen auf diesem Album begrüßt haben. Sehr gute Gitarrenmelodie und mit ganz nettem Refrain. Gitarrensolo natürlich auch dabei - und hier wieder superklasse,

"No Ones gonna do it for You" beginnt mit geilem Intro, wovon die Töne sich auch noch bis in die Strophe mitgenommen werden. Der Gesang wird mit viel Hall eingesetzt - netter und passender Effekt. Das Lied hat irgendwie etwas, was man auf diesem Album sonst nicht findet - das bedeutet nicht, dieses Etwas fehlen sollte, aber es ist schön, dass man es hier findet. Was es ist, kann ich allerdings nicht sagen. Um es aber zu versuchen: Die Stimmung in diesem Lied (sehr aufschlussrreich, was?). Auf jeden Fall sehr ruhig (dennoch mitreißend) und schön - so würde ich dieses Lied kurz beschreiben.

" I wanna touch" hat irgendwie eine fast kindische Melodie, die aber - da kann man sagen was man will - gut ist und zum Mittanzen einlädt. Fast ein Party-Song - so richtig in der guten Old-School-RocknRoll-Manier (fällt vor allem auf, wenn man mal auf den Bass achtet)! Das Gitarrensolo ist gut, das Lied auch.

"Hurtin Time" ist zunächst langweilig, und - naja - die Gitarrensoli sind das einzig Gute an diesem Lied.

"Envious" erinnert an "Hopeless Case of a Kid in Denial", und ist bloß n bisserl schlechter. Schöner Zwischenpart ist dabei - ach ja - gutes Gitarrensolo auch.

Fazit:
Tja, Rockn`Roll pur, mit seeeehr vielen Gitarrensoli, viele gute Lieder, das ist "High Visibility". Eigentlich heißt es für den Rockfan an dieser Stelle: Zuschlagen!

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