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06.09.2017 Autor: Wiegald

Cathrine Jauer - hear the sound

Cathrine Jauer - hear the sound Bewertung: 6/12

… das ist Singer-/ Songwriting at its best. In ihrem zweiten Soloalbum nimmt Cathrine Jauer uns mit auf eine spannende Reise durch die menschliche Gefühlswelt. Wieder zeigt die Frau mit der eindrucksvollen Stimme ihre große Bandbreite, diesmal mit noch mehr Tiefe.

Los geht’s mit „dance with me“. Der Titel ist Programm und regt mit schwungvollen Gipsyklängen zum tanzen an. Rockiger und erstmalig auf deutsch kommt „eis“ daher und erinnert an so manch verpasste Chance. Viel heißer als Eis wird es bei „hear the sound“, einem Appell für freie Liebe. Zwischendurch sollte man sich Zeit für sich selbst nehmen. Wann hast Du Dir den letzten „letter to myself“ geschrieben? Wenn wir schon dabei sind, gibt uns der nächste Song eine große Portion Selbstbewusstsein. Nicht nur astrophysikalisch sind wir nämlich alle irgendwie „stars“. „vive la liberté“ ist stilistisch eine Hommage an die Protestsongs der späten 60er/ frühen 80er. Es ist aber keine plumpe Kopie alter Parolen sondern vermittelt einen interessanten Denkansatz. Den gibt es auch beim bluesigen „was wollen wir mehr“.
„take me to the beach“ kann man mal wörtlich nehmen. Ein Sommerabend mit Lagerfeuer, ein Kaltgetränk und dazu die leicht funkigen Klänge dieses Songs passen perfekt. Wem das zu ruhig ist, bekommt mit „last day“ wieder etwas zum fingerschnippen und mittanzen. „when someone dies“ schließlich ist eine Ballade mit Gänsehautgarantie.

„hear the sound“ ist sowohl lyrisch als auch musikalisch ein abwechslungsreiches Album. Nicht ganz unschuldig daran ist Produzent Roger Wahlmann. Dessen Arrangements erweitern die Vielseitigkeit von Cathrine Jauer noch um einige Facetten.
Fröhlich, verträumt, nachdenklich spricht „hear the sound“ gleichermaßen Herz, Hirn und Hoden bzw. Eierstöcke an.

Prädikat „hörenswert“!

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