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01.09.2014 Autor: joeren

Royal Blood - Royal Blood

Dave Grohl hört die "Royal Blood" und flucht nach 3 Sekunden: "Ey, das ist doch von mir!". 43 Sekunden später lässt "Out Of The Black" das Biest von der Leine. Boom! "I got a gun for a mouth and a bullet with your name on it": Mike Karr und Ben Thatcher sind nur zu zweit, aber sie haben den Wahnsinn auf ihrer Seite. Der donnert durch Riffflure und berauscht sich an den Bässen. Als Grohl die Faust der Furie auf seinen Solarplexus zurasen sieht, fragt er sich: "Wozu habe ich in meiner Garage nochmal ein Studio gebaut?" Wer nach Titelnummer 1 noch bei Verstand ist, haut die Hacken in den Teer. Zu spät: "Come On Over" rasselt sich ein, nimmt Anlauf, umkreist hypnotisch seine Beute. Keiner kommt hier lebend raus. "Figure It Out" und "You Can Be So Crule" wabern so tight, als ließe Nancy Callahan auf den Tischen Sin City's dazu die Hüllen fallen - im Rythmus biegend. Jack White und Dan Auerbach schmollen in der Ecke von Kadie's Bar, Mike Karr nimmt die kleine Callahan mit nach Hause. Kein Grund seichtere Töne anzuschlagen, das "Little Monster" macht sich groß, guckt kurz, sofort auf Ader, rotzt den nächsten Hit vor sich in den Dreck.

Royal Blood platzen mit ihrem Debütalbum zur Tür rein und schaffen klare Verhältnisse. Bitte geht nie wieder.

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