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16.05.2007 Autor: fichtenstein

Black Rebel Motorcycle Club - Baby 81

Neben den Kings of Leon dürften BRMC dieses Jahres die sprichwörtlich heißeste Band aus den sonnigen USA sein (Natürlich lasse ich mich gerne von den Queens of the Stone Age belehren). Aber wo KoL ihren Soulrock mit einer Prise britpoppiger Gegenwart verfeinert haben, haben sich BRMC ihren eigenen Landsleuten zugewandt und zwinkern immer mal wieder dem Stonerrock nonchalant zu. Bereits mit dem Opener "Took out a Loan" fühlt man sich wie die coolste Sau im Block, weil bei diesen Jungs wahrscheinlich sogar die Lederjacken Lederjacken tragen und die Gitarren verzerrt und kreischend durch die Songs ziehen, als wären sie in einer Tequillabar groß geworden. Geboten werden dem geneigten Hörer auf dem neuen Album einige hervorragende Gitarrenstücke, die auch mal ins psychedelische abdriften und mit dem fantastischen "American History X" sogar fast epische Ausmaße erlangen. Stimmlich immer mal wieder an Kasabian ("Lien on your dreams") oder auch Muse ("Windows") erinnernd wirkt das Album wie ein einziger Trip durch heiße Wüstenlandschaften, der von Hunter S. Thompson organisiert wurde. Die meisten Songs erstrecken sich dann auch über die üblichen dreieinhalb Minuten und verfrickeln sich zu flimmernden Rockbiestern, dass einem die Sohlen brennen und auch die Verve-ähnliche Ballade "Am I only" findet ihre Berechtigung, zumindest für mich verwichlichtes Schulmädchen.

Für alle, die auch Nachts Sonnenbrillen und Lederjacken bei 30 Grad im Schatten tragen.

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