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04.11.2006 Autor: seasuso

Deftones - Saturday Night Wrist

Lang hat´s gedauert- als Deftones Hörer musste man in den letzten Monaten wirklich Nerven aus Drahtseilen besitzen um nicht endgültig durchzudrehen, wurde der Veröffentlichungstermin der nun endlich vorliegenden und sehnsüchtig erwarteten neue Platte "Saturday night wrist" einige male verschoben. Schwamm drüber, denn jetzt ist sie da und man kann wirklich sagen: Das warten hat sich mehr als gelohnt. Konnten die Deftones 2003 mit dem durchwachsenen, aber keinesfalls schlechten Nachfolger zu "White Pony" nicht bei jedem Punkten, so sollte ihnen dies mit dem neuen Werk wieder gelingen. Denn "Saturday night wrist" ist wohl neben dem oben genannten "White Pony"und dem Durchbruchalbum "Around the fur" das beste, was die Jungs bisher abgeliefert haben. Los geht´s mit dem grandiosen "Hole in the earth", der sich nach mehrmaligem als echter Ohrwurm entpuppt. Genau so etwas hatte man sich in den letzten Jahren seit "Deftones" erhofft. Dieser Einstig macht Hunger nach mehr. Bereits das nachfolgende "Rapture" steht ganz in der Tradition zu Songs wie "Elite". Moreno in Hochform. "Beware" stellt dann einen der absoluten Höhepunkte der Platte dar- düster und bedrohlich kommt dieser 6:00 Minüter daher. In diesem Muster sind auch "Cherry waves" und "Xerces" gestrickt. "Pink cellophone" ist ein weiterer Beweis für die experimentierfreudigkeit, "Rats!" ein weiterer Kracher und "Riviere" der würdige Abschluss einer Platte, die das schafft, was niemand mehr für möglich hielt. Sie ist verdammt nah dran an "White Pony".

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