Zur mobilen Seite wechseln
30.04.2005 Autor: niandralades13

John Frusciante - The Will To Death

Der Titel lässt Schlimmes erahnen: The Will To DEATH??????!!! John Frusciante ergibt sich also seiner Todessehnsucht? Nun ja, ganz so furchtbar scheint es nicht um ihn zu stehen. So erklärte er in Interviews, dass Todes- und Lebensucht prinzipiell dasselbe sind. Immerhin gehört das eine zum anderen, wie die Nacht zum Tag. Textlich dreht sich die Scheibe natürlich auch viel um das Dahinscheiden. Aber ganz positiv und sehnsuchtsvoll, hier klingt tatsächlich nichts nach einem Selbstmörder. Angefangen wird mit "A Doubt", da wird noch ordentlich geschrammelt, bevor es weitergeht mit dem verstörend-schönen "An Exercise". Etwas wärmer wird es mit "Time Runs Out", "Loss" und "Unchanging", danach folgt das sehr traurige "The Mirror". Wer da nicht die ein oder andere Träne wegdrücken muss, ist wahrlich ein Eisblock. "A Loop" geht diesen Pfad weiter, in dem Mr. Frusciantes weinerliche Stimme ganz tief unter die Haut geht ("Everybody´s trying to leave/Millions left this place before us"). Beschwingter geht es dann mit "wishing", "Far Away" und dem stark an Cat Stevens-erinnernden "The Days Have Turned" weiter. Danach kommt die einzig nicht ganz so gute Instrumetal-Nummer "Helical". Als letztes folgt der Titelsong, ein leiser, zart-klingender Abschluss eines doch sehr aufwühlenden Albums.

Plattenkritik schreiben