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13.01.2003 Autor: NU_AMAU

Tool Lateralus

Lateralus Bewertung: 12/12
Artistprofil von Tool

Ein Musik-Geniestreich und absoluter Meilenstein in Sachen Musik-Kunst. Der gewaltige Opener "The Grudge" beginnt Tool-typisch und ist auch einigermaßen eingängig. Nach dem ruhigen Übergang mit dem Namen "Eon Blue Apocalypse" folgt "The Patient", welches ruhig beginnt ehe eine gewaltige Gitarrenwand einsetzt. Nach dem "Mantra"-Zwischenspiel-Geräuschen folgt "Schism" welcher auch eher zum eingängigeren Material der Band gehört. Textlich wie immer genial und tiefsinnig ist übrigens auch das Video hierzu fantastisch! "Parabol" stellt den Anfang und die Einleitung zum beeindruckenden "Parabola" dar - diese beiden Songs sind aber eher quasi als ein Ganzes zu betrachten! Übrigens schlägt meinem persönlichen Geschmack nach zu urteilen das Video hierzu in Sachen Tiefsinn sogar das excellente "Schism-Video", wobei der wahre Sinn der darin vorkommenden Figuren und Handlungen wohl niemandem so richtig klar werden dürfte, es sei denn man fragt die Bandmitglieder und ob die dann darauf antworten ist auch wieder so eine Sache...trotzdem oder sogar genau deshalb genial! Bei "Ticks&Leeches" ertönt Maynards Stimme ungewohnt hart, sowie auch der gesamte Song ist ungewohnt hart, trotzdem gut. Das über 9minütige "Lateralus" ist ein weiteres Highlight, sowohl textlich als auch musikalisch! Das verträumte "Disposition" eignet sich auf mentaler Ebene besonders gut. Am besten legt man sich im Sommer samt Walk-oder Diskman auf eine große grüne Weide schaut in den Himmel auf die vorüberziehenden Wolken und hebt bei der Textstelle "...watch the weather change..." quasi vom Boden ab und fühlt sich als ob man schweben würde. "Reflection" hat es mir besonders angetan, das vorherige Lied mündet perfekt in diesen Song und schafft einen geeignet-atmosphärischen Untergrund für Maynards Stimme, welche in kaum einem anderen Tool-Song derart gut und hypnotisierend klingt! Dieser Song ist auch mit über 11min zugleich der längste! Bei "Triad" wird diese Stimmung dann absichtlich total zerstört und man wacht wider inmitten von zähen E-Gitarren-Riffs auf - ein wahnsinns Gefühl übrigens! "Faaip De Oiad" ist zum Abschluß nur ein kleiner "Tool-Witz" a la "Die Eier von Satan", in dem ein Mann keuchend von einer außerirdischen Invasion berichtet! Insgesamt: Höchste Kunst, fast schon außerirdisch gut, sehr anspruchsvoll (lyrisch, geistig, musikalisch, mental!)und meiner Meinung nach bisher unerreicht! Unbedingt in einem Stück durchlaufen lassen, die Augen schließen und sich durch nichts ablenken lassen! Phantastisch!

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