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06.05.2001 Autor: JUDDL

Tool Ænima

Ænima Bewertung: 12/12
Artistprofil von Tool

Tja, was soll ich zu dem Album sagen, dass für mich quasi alles verändert hat? Es gibt kein Album, das ich öfter und bewusster gehört habe, als diesen Kracher von 1996. Das beste ist; es gibt einfach nichts auszusetzen! Der Opener Stinkfist übertrifft eigentlich schon alles bis dahin
Dagewesene (natürlich auch mit dem grandiose Video, vom Gittaristen Adam höchstpersönlich...). Danach zeigen einem Songs wie Forty-Six & Two, Pushit und Jimmy wie man alles konventionelle sprengen kann. Häufige Breaks in Rhytmus und Melodie, der Mangel an Refrains und die komplexen Taktmaße machen Ænima auch zu einem Album, dessen Eindrücke den geneigten Hörer bei den ersten Durchläufen auch ziemlich verloren erscheinen lassen - bis es irgendwann klick macht und Tool für immer in den Gehörgängen sitzen. Nicht zu vergessen bleiben die genialen Zwischenstücke, die aus dem Album eben keine lustige Ansammlung von Songs, sondern ein Gesamtkunstwerk machen.
Schon der Vorgänger Undertow und ein Gastauftritt beim RATM-Debut liessen auf einiges hoffen. Ænima konnte allerdings SO nicht vorhergesehen oder erwartet werden und man fragt sich, was das neue Album Lateralus bringen wird...wenn das Niveau gehalten oder sogar gesteigert werden könnte, wären
meine musikalischen Helden zu Göttern mutiert.

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