Zur mobilen Seite wechseln
14.10.2002 Autor: REALGOLDI

Motorpsycho - Let Them Eat Cake

Auf einmal kam da „Let them eat cake“ und alles war anders: Nur neun Songs in vierzig Minuten statt dem gewohnten Überschwang. Darin: Fein auskomponierte Popsongs, deren aufwändige Arrangements mit Streichern und Bläsern von einer bis dato Motorpsycho –untypischen Detailverliebtheit zeugen. Wobei mit Pop hier weniger das schnelllebige Radiofutter gemeint ist, sondern die pure Harmonie. Weniger Moll, dafür mehr Dur. Weniger Masse, noch (!) mehr Klasse.. Das erste Motorpsycho-Instrumental „Whip That Ghost“ hüpft gar munter in jazzigen Gefilden herum, der mörderische Distortion-Sound wurde komplett im Schrank gelassen. Ein gewisses Wagnis war schon dabei, doch die Fans wie ich fühlten sich mit diesem Werk mitnichten vor den Kopf gestoßen, sondern goutierten zukünftige Motorpsycho-Klassiker wie „The Other Fool“, „Big Surprise“ und „Walking With J“ mit großer Zufriedenheit. Songs von zeitloser Qualität, die man einfach immer und immer und immer und immer wieder aufs Neue genießen kann.

Plattenkritik schreiben