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16.08.2002 Autor: F1LTER

Filter - The Amalgamut

Zitat von Herrn Schliemann: "Allerdings fällt auf, dass es zu fast jedem Stück einen direkten, meist besseren Verwandten auf dem Vorgängerwerk gibt".

Das kann ich voll und ganz unterstreichen. Diese Tatsache ist ein großer Kritikpunkt an "The Amalgamut". Die Platte hat EIGENTLICH alles, harten Rock, lockeren Gitarrenpop, Halbballaden und auch mal etwas experimentelles wie "World Today" oder das sphärische "The 4th", welches aber eigentlich kein richtiger Song ist. Doch es wirkt irgendwie alles zu gewollt, wie etwa ein "The Missing". Da wurde einfach krampfhaft versucht eine Hymne zum Feuerzeugschwenken zu produzieren. Wenn man "The Only Way" das erste Mal hört, denkt man spontan Hit, doch beim erneuten hören stellt sich einfach heraus, das das Ganze einfach viieel zu eingängig ist. Auch dieser Song klingt viel zu gewollt, ohne Ecken und Kanten eben und auch da bezieh ich mich auf die Aussage des Herrn Schliemann, die es einfach genau auf den Punkt getroffen haben, mal ganz davon abgesehen, dass der Song besonders von der Gesangsmelodie her, stark an "Miss Blue" des Vorgängers erinnert. Es wirkt als wäre bei jedem Song krampfhaft versucht worden, unbedingt einen Refrain zu schaffen, der sich auch ganz toll zum mitsingen eignet, damit das ganze auch schön Live-tauglich ist. Also wirklich nichts gegen das Ziel, aber der Weg dorthin gefällt mir einfach nicht. Leider hört sich auch Richard Patricks Stimme nach seinem fast Stimmverlust, nicht mehr so hart und aggressiv an wie bei den beiden Vorgängeralben. Unterm Strich ein akzeptables, leicht verdauliches Album mit kleinen Highlights, aber definitiv keine nennenswerte Weiterentwicklung im Hause Filter!

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