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11.08.2002 Autor: WORLD_IN_A_C

System Of A Down Toxicity

In den ersten vier Sekunden findet das ganze Album Platz.Ein gemeinsamer Schlag von Gitarre,Bass,Schlagzeuzg,das Becken sofort gedämpft.Stille.Ein erneutes Break stürmt in den Song.Die Stücke auf "Toxicity" laufen an wie ein kalter Traktormotor,der angestrengt stottert,bis der Funke zündet und sich das metallische Brutzeln ausbreitet.System of a Down stoppen,halten inne,nehmen Anlauf,springen weg,die Beine angezogen,als müßten sie bei der Landung mit einem Schlag alles platt stampfen.Still stehen.Neuer Anlauf.Obwohl System of a Down in der zweiten Hälfte der 90 Jahre großgeworden sind mit anderen Bands wie Korn,Deftones,Snot,stehen sie am Rand der Szene.Das mag daran liegen,dass die Jungs aus Armenien kommen und die Band das immer wieder durch ihre Harmonien andeutet.Serj Tankian sieht aus wie der Bruder von Ayatollah Khomeini,ähnlich differenziert sind seine politischen Ansichten.Anti-Anti-Drogenkrieg,böse Polizisten,guter Charles Manson.Serj springt aus dem Hintergrund,brüllt seine Stakkato-Parolen ins Mikro wie ein Demonstrant,der sich an ein Schild festklammert,bevor ein Schlagstock an seine Schläfe donnert.Sechs Sekunden bis zum Ende des Stücks,zeigt der CD-Player,Serj setzt zu einem neuen Teil an,und er geht sich tatsächlich aus."Toxicity" gießt Primus,Jane´s Addiction und Slayer in eine New-Metal-Form,trocken produziert von Rick Rubin.Hoch mit dem System.

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