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10.04.2001 Autor: THEGAP

System Of A Down - System Of A Down

Den Gedanken, daß ich gerade das einfallsreichste Crossover-Album – oder sollen wir es doch "New Metal" nennen? – seit dem Debüt von RAGE AGAINST THE MACHINE in den Händen halte, mag mir vielleicht kaum einer glauben, jedoch sind S.O.A.D. für mich die ganz eindeutig der Newcomer des Jahre 1998:

Heavy Attacke der ersten beiden Stücke des Albums ("Suite-Pee" und "Know"). Der Geruch vom Geiste KORN, SEPULTURA und den DEFTONES liegt in der Luft, aber ein total anderer Sound wird folgen. Wir pirschen uns vor zu "Sugar", wo die Band es schafft, ziegelsteinschwere Härte mit swingendem Groove zu vermischen. Andere kreative Verdrehungen sind im Anmarsch. Das trübselige "Spiders" demonstriert eindrucksvoll die weite dynamische Bandbreite der Band, eine Qualität, die die meisten ihrer Zeitgenossen verloren haben. Auch "Mind" und das letzte Stück "P.L.U.C.K." sind nicht zu verachten. Selten hat ein Album mit einem starken politischen Statement es auch geschafft, durch die musikalische Leistung seiner Mission den Rücken zu stärken. Anders dieses Debut-Album! Auch tut Sänger Serj Tankian einiges daran, das Album mit gurgelnden Schreien, das Blut-gerinnen-lassenden Kreischen, hexengleichen Lachen aufzupeppen und verliert dabei niemals die Tatsache aus den Augen, daß er tatsächlich singen kann. Wie mir das Album gefällt, ist jetzt doch wohl jedem klar, oder?!

GABY

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