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24.01.2001 Autor: J_LITMANEN

Rush Moving Pictures

Moving Pictures Bewertung: 11/12
Artistprofil von Rush

Obwohl eigentlich der komplette Rush-Backkatalog in den CD-Ständer eines ernstzunehmenden Rockmusik-Anhängers gehört, sollte man zumindest "Moving Pictures" sein eigen nennen. Komplexer, virtuoser und gleichzeitig eingängiger kann man progressiven Rock (nicht abschrecken lassen, mir fällt keine bessere Bezeichnung ein...) nicht spielen. Unterstützt von einer fast 20 Jahre nach Veröffentlichung immer noch perfekt und modern klingenden Produktion setzen sich Rush mit Klassikern wie "Tom Sawyer", "Red Barchetta", "Witch Hunt", "Limelight" und "Vital Signs" selbst ein Songwriting-Denkmal. Und die Definition von Progressiv, das Instrumental "YYZ", hat so manchen Musiker darüber nachdenken lassen, vielleicht doch besser Briefmarken zu sammeln oder professionell Minigolf zu spielen. Dazu bilden Titel, Cover (zusammen genial zweideutig) und die intelligenten, fast schon philosophischen Lyrics von Drumgott Neil Peart einen faszinierenden Überbau. Einzig der etwas zu lange und nicht recht auf den Punkt kommende Track "The Camera Eye" fällt bei diesem Gesamtkunstwerk ein wenig ab. Was aber mein Fazit nicht schmälert: Wenn man Rock nicht nur hört, weil man dazu so schön Bier trinken und seine Matte schütteln kann, ist "Moving Pictures" definitiv eine der drei Platten für die einsame Insel.

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