Zur mobilen Seite wechseln
26.04.2002 Autor: COM

Harmful - Wromantic

Was muss man sich in letzter nicht alles anhören. Creed, Nickelback, ...... . Alles tolle Bands wie mir jeder versichert. Aber mal genau hingehört? Diese Bands haben alle eins gemeinsam. Mann nehme eine Popmelodie spiele sie mit einer verzerrten Gitarre. Dazu noch ein wunderbar leidender Sänger und fertig ist die Kommerzrockband. Gibt es noch eine Rettung aus diesem glattproduzierten Showrock. Ja die gibt es, und Überraschung ! Sie kommt nicht aus U.S.A. , sondern aus dem deutschen Hessenland.Harmful nennen sich die drei Herren. Nachdem ich Ihre aktuelle CD nun Schon eine ganze Weile besitze und mir ein recht genaues Bild von Wromantic gemacht habe, kommt hier meine Kritik.Harmful haben früher mal Noiserock gespielt. Aber von Album zu Album mehr ihren eigenen Stil entwickelt. Und der kann sich hören lassen. Bei der Produktion und Instrumentierung geht man sparsam zu Werke.Sänger und Gittarist Aren baut eine noisig krachende aber an vielen Stellen trotzdem melodische Klangmauer auf, die durch den oft verzerrten Bass komplettiert wird dazu kommt noch die kraftvolle und dynamische Arbeit von Nico am Schlagzeug. Auch beim Gesang gehen die Herren ihren eigenen Weg. Ein Goldkehlchen war Aren ja noch nie aber er hat sich wunderbare Gesangslinien einfallen lassen die nicht über sondern zwischen den Gitarren Geführt werden. Genau wie die Musik fällt so auch der Gesang rau manchmal auch sehr aggressiv aber immer passend zum Song aus. Dabei entwickeln Harmful Melodien aus Krach die bei jedem Hören klarer werden und irgendwann wie ins Ohr gemeißelt hängen bleiben. Der Opener „Simple Touch“ bildet zusammen Mit dem zornigen „Refuse the shine“ den Anfang. Dann wird ein paar Gänge zurückgeschaltet. Track Nr .3 „Plausible“ überzeugt auf ganzer Länge mit seinen tollen Melodien und hat fast schon alternativen Hitcharakter. Das gleiche trifft auf das folgende „Ephermal“ zu. „Give it all“ bauen Harmful auf einem düsteren Basslauf auf um dann bei „Hardship“ fast schon poppige Melodien zu präsentieren.„Peacefull live“ macht seinem Namen kaum Ehre ein krachendes Noiserockriff eröffnet den Song um dann mit düsterem Gesang untermalt zu werden. Bei Song Nummer acht wird die Geschwindigkeit leicht nach oben korrigiert und die Klangfarbe aufgehellt.„Bad tempered“ zeigt dann die Wurzeln von Harmful wütend und lärmend hämmert Aren schräge Riffs aus der Gitarre bis es zum unerwartende melodischen Refrain kommt. Daresay überrascht mit eine groovende irgendwie an Led Zeppelin erinnernden Gitarrenarbeit. Und bei „Instinct“ folgt die Band dann selbigem und schreit noch mal alle Wut raus. Schließlich findet das Album mit der „fast“-Ballade „good day to die“ seinen Abschluss. So und jetzt an alle: zum CD Laden und kaufen; es ist eine Schande das eine so überzeugende Band die auch noch eigene Musik macht und nicht bloß dauernd alte Brötchen aufwärmt so unbekannt ist.

Plattenkritik schreiben