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06.03.2002 Autor: RINDENWURM

Alice In Chains Jar of Flies

Mike Starr raus, Mike Inez rein! Um dem, für den mit Drogenproblemen kämpfenden Starr (der beileibe nicht das einzige abhängige Bandmitglied war) gekommenen Ex-Ozzy-Bassisten den Einstieg zu erleichtern wurde dann mal schnell in sieben Tagen die nach „Sap“ zweite Balladen-EP zusammengeschustert.
Für Alice in Chains typisch und in höherem Maße als „Sap“ ist „Jar of Flies“ von abgrundtiefer Melancholie geprägt. „Rotten Apple“, „Nutshell“ und „No Excuses“: alles Songs, die suizidgefährdeten Seelen in keinster Weise zu empfehlen wären. Zumal Layne Staley 1993 seine dramatische (Ignoranten würden sagen heulsusige) Sangeskunst endgültig perfektioniert hatte und bei „Nutshell und „Don’t Follow“ (Staley hat den Blues!) seine bislang besten Gesangsperformances zum besten gab. Aber auch die Vocals des Gitarristen und Songwriter-Genies Jerry Cantrell sind alles andere als zu verachten. Zudem gab es mit „Whale & Wasp“ erstmals (und bis heute letztmals) ein innovatives Instrumental aus der Feder des Schreiberlings. Das einzige Stück auf dieser Platte, das mir nicht so gut gefällt wie die restlichen (was nicht heißt, dass es schlecht wäre) ist das brummelnde „Swing on This“. Ansonsten eine ganz normale AIC-Platte:
GROSSARTIG!!!

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