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26.02.2002 Autor: RINDENWURM

Alice In Chains Sap

"Sap", so träumte Sean Kinney anno 1992 solle die neue Alice in Chains-Platte heißen. Da man dem Schicksal kein Bein stellen wollte, wurde dies dann auch sogleich in die Tat umgesetzt. Die vier Tracks starke (?) EP warf als erstes mal eine Frage auf: Haben AIC einen neuen Sänger? Nein, hatten sie nicht, vielmehr teilte sich Gitarrist und Songwriter Jerry Cantrell, der sich schon bei den Background-Vocals auf "Facelift" lautstark zu Wort gemeldet hatte die Leadvocals nun mit Frontcharismatiker Layne Staley, was fortan zu einem der Hauptmerkmale von AIC wurde. Aber nicht nur ein klasse Duett zwischen Layne Staley und dem wirklich guten Jerry Cantrell ("Got me Wrong") gibt es hier zu bestaunen: bei den melancholischen "Brother" und "Am I Inside" singt Hearts Ann Wilson mit, bei dem von "Alice Mudgarden" performten "Right Turn" trällern gar Mudhoneys Mark Arm und der unvergleichliche Chris Cornell mit: einfach göttlich! Die vier Balladen bieten vor allem für diejenigen Abwechslung, die auf "Facelift" die eine oder andere ruhige Nummer vermisst hatten und zeigten 1992, dass Jerry Cantrell seine kreative Bandbreite noch längst nicht ausgeschöpft hatte, was mit "Dirt" dann ja auch eindrucksvoll unter Beweis gestellt wurde. Ich würde 12 Punkte vergeben, aber das wäre bei nur vier Songs dann doch zu viel des Guten!!!

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