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14.02.2002 Autor: WELCH

Nine Inch Nails And All That Could Have Been

zur wiedergutmachung meiner ersten, "falschen" plattenkritik(ich mag es auch nicht,wenn jemand etwas schreibt,was man nicht als plattenkritik bezeichnen sollte)nun also eine richtige rezension.

Live-alben sollte man immer mit einem skeptischen auge betrachten. meist geht es hierbei um kommerzielle dinge, oder haben die silberlinge einfach nicht die tonqualität die man sich wünschen würde. radioheads "i might be wrong"EP war für live-verhältnisse schon recht gut,aber "all that could have been" überrascht wirklich. 74 mitreißende minuten. qualität hervorragend. trent reznors stimme klingt einwandfrei. dadurch daß live mit echten drums gespielt wurde, erhalten viele stücke einen leicht veränderten charakter,was durchaus als positiv zu sehen ist. vor allem die stücke von "pretty hate machine"(dem ersten NIN-album) kommen wuchtiger daher. "terrible lie" klingt meiner meinung nach gar besser als das original. die übergänge verlaufen, wie man es von einem NINwerk erwartet, was eine kontinuität mit sich zieht, die einem regulären NIN-studioalbum ähnlich ist. so lief mir bei "closer" ein schauer über den rücken, als hätt ich es zum ersten mal gehört. die instrumentalisierung ist hervorragend.die live-nails sind erprobte und eingespielte bühnenmusiker. ohne synthesizer kommt man zwar dennoch nicht aus, und ich weiß auch nicht, inwieweit welches geräusch aus der konserve kommt ("the great below"?),fakt ist aber: alles paßt zusammen und reißt mit. "hurt" zum abschluß fand ich beim ersten gedanken recht unpaßend für ein konzert,aber im nachhinein könnte es nicht besser sein. man erstarrt zum ende und ist tief beeindruckt.

CD2: "deconstructed/quiet" am 18.2.02 (DANKE FÜR DIE INFO McBain!)

www.welch.de.vu www.deftones.de.tt

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