Zur mobilen Seite wechseln
30.01.2003 Autor: PIXELKING 0

Misfits: Conrad Sohm / Dornbirn - (29.01.2003)

Tja, ich hatte gedacht, ich könnte mich auf die typische Misfits-Show freuen zusätzlich mit Marky Ramone- und Black Flag-Einlagen, aber es waren Misfits-Basser Jerry Only (Bass, Vocals), Dez (Git) und Marky Ramone (Drums) als Trio. Und sie spielten ein richtig geiles Set aus alten und neuen Misfits-Sachen und vielen Ramones-Songs und zwei Black Flag-Songs ("Sixpack" und ?).
Der Laden war ausverkauft und die Leute gingen auch bei der Vorband Panic (UK) schon gut ab, von denen wir leider nur die letzten 15 (sehr guten) Minuten mitbekamen. Als sich der Vorhang für Jerry, Marky und Dez öffnete, war kein Halten mehr und es kam Hit nach Hit. Ein Riesenspass, bei Songs wie "I turnt into a martian", "Havanna Affair" oder "The KKK took my baby away" mitzugrölen und die alten Herren zu sehen. Nur Stagediving war nicht, da passten die Gorillas am Bühnenrand gut auf und zogen die Leute von der Bühne. Seine Eminenz Jerry Only fühlte sich auch sichtbar von um ihn tanzenden Fans gestört, naja...
Leider war aber nach einer Stunde und u.a. "Die Die My Darling" schon Schluss, und dann kam das peinlichste Ende, das ich je nach einem Konzert gesehen hatte. Die Lichter gingen nicht aus, und Jerry Only kam wieder auf die Bühne und alle dachten, es ginge weiter, aber denkste: Autogrammstunde und Posen war angesagt. Der Typ hat ständig wie ein Bodybuilder seine Muskeln (die inzwischen mehr Ähnlichkeit mit meinem Bierbauch haben) präsentiert und dabei Autogramme ohne Ende geschrieben. Natürlich wieder umgeben von seiner Security.
Zwischendurch kam auch mal Marky Ramone, dem das ganze aber eher peinlich zu sein schien und der sich auch gleich wieder verdrückte. Nach 20 bis 30 Minuten amüsierten Zuschauens sind wir dann abgezogen.

Fazit: Geiles Konzert, das leider viel zu kurz war und dessen (Haupt-)Darbieter als peinlichster Rockstar in ewiger Erinnerung bleiben wird!

alle Konzertkritiken aus der CommunityKonzertkritik schreiben

Bitte einloggen, wenn du diese Konzertkritik kommentieren möchtest.