Zur mobilen Seite wechseln
29.01.2001 Autor: KYUSSTONE 0

Donots: Braunschweig - (27.01.2001)

Hier kommt ein zweiter Bericht zum Donots-Gig in Braunschweig (27.01.). Erstmal was zu meiner &#8218;Bewertung&#8216;: die bezieht sich vor allem auf den Auftritt der Donots.<br />Die Vorzeichen waren nicht unbedingt die besten (um es mal in einen Euphemismus zu kleiden) als feststand, dass die Show im FBZ (Freizeit- und Bildungszentrum heißt das glaub ich) stattfindet; denn dieser Laden besitzt nicht grad viel Ansehen. So wurde die Stimmung auch nicht besser als man sich zu genanntem Schuppen begab und auf mit Bierflaschen werfende 14-jährige Türken (es hätten genauso gut auch 14-jährige Deutsche sein können) traf. Drinnen sah es dann erstmal auch nicht viel besser aus: kleine dicke Mädchen (ich schätz so um die 10 Jahre alt), die mit Mami und Papi gekommen waren, trübten bisschen die Gesamtatmosphäre. Die eher kleine &#8218;Halle&#8216; (besser: Raum) war noch nicht besonders gut gefüllt als Waterdown (incl. Christian Kruse) von der ersten Sekunde mit einem Hammer-Tempo losbretterten. Das Publikum schien allerdings etwas überrascht von der Musik der etwas härteren Gangart und konnte sich auch nicht für dieselbe begeistern. So scheiterten auch mehrmalige Aufforderungen des einen Sängers (sorry, dass ich den Namen nicht weiß), das Publikum dazu zu bewegen, weiter nach vorne zu kommen und - man beachte die Wortwahl - sich zu &#8218;bewegen&#8216;. Man muss aber auch sagen, dass der Sound ziemlich mies war und man den Gesang kaum hören konnte. Die Band schien dazu auch noch irgendwie ein bisschen abgepisst gewesen zu sein, z.B. als der eine Typ zu angesprochenem Problem meinte: &#8222;Der Gesang ist zu leise? Dann kommt doch näher!&#8220; (&#8218;ihr Wichser&#8216; konnte er sich grad noch so verkneifen. Bitte nicht falsch verstehen: ich habe wirklich Verständnis für den Mann. Die Situation war wirklich ziemlich beschissen). Nach keiner halben Stunde wurde der Auftritt mit den etwas resignierenden Worten beendet: &#8222;Wir sind den Donots sehr dankbar, dass sie uns hier spielen lassen&#8220;. Letztendlich muss aber gesagt werden, dass Waterdown unter Wert geschlagen wurden! Denn der Vortrag ihres Materials war an sich ziemlich überzeugend (wäre der Scheiß-Sound nicht gewesen); und für das größtenteils &#8218;intolerante&#8216; Braunschweiger Publikum können sie nun wirklich nichts.<br />Nach einer kleinen Pause legten dann die US-Amerikaner Midtown mit ihrem für den ganzen Auftritt programmatischen Opener &#8218;Just rock and roll&#8216; los. Der Sound war urplötzlich auch wirklich gut und die Menschenmenge, die an Größe etwas zugenommen hatte, ging mit. Mit ihrer ca. 30 minütigen Show haben Midtown die Anwesenden schon ganz gut auf das Kommende vorbereitet. Die Stimmung war zu diesem Zeitpunkt schon auf einem einigermaßen hohen Level.<br />Anschließend dauerte es auch noch ne gute halbe Stunde bis dann endlich die Donots die Bühne enterten. Und diese - so viel sei schon mal vorweggenommen - rockten das Haus. Mit &#8218;I quit&#8216; fing die Party an und die Menge tobte. &#8218;You cannot&#8216; wurde der springwütigen Gemeinde gleich anschließend vorgesetzt (danach setzte mein Erinnerungsvermögen in Bezug auf Songtitel irgendwie aus). Auf jeden Fall war der Sound klasse, die Halle randvoll und die Stimmung einfach nur geil. Die Show wurde immer mal wieder von eingen lustigen Zwischeneinlagen von Ingo unterbrochen. Der Alex schien mir aber etwas &#8218;müde&#8216;, was allerdings nicht sonderlich auffiel. Beim &#8218;planmäßig&#8216; vorletzten Song &#8218;Whatever happened...&#8216; war die Stimmung schließlich auf dem Höhepunkt. Nach, ich glaube, zwei Zugaben und insgesamt ca. 1:30 h (nicht ganz, schätz ich) Spielzeit, war mit dem Ganzen dann auch schon Schluss. Insgesamt war die Show der Donots überzeugend und mitreißend; wurde nur von einigen übermütigen Stagedivern gestört.<br />Abschließend bleibt zu sagen: Leute, geht zu den Donots, geht zu Midtown und zu Waterdown! Es lohnt sich.<br /><br />ps: die Zitate sind nich wörtlich zu nehmen, sind aber sinngemäß; für das Geschriebene gibt&#8217;s genauso wie beim Lotto &#8218;keine 100 %-ige Gewähr&#8216;.<br />

alle Konzertkritiken aus der CommunityKonzertkritik schreiben

Bitte einloggen, wenn du diese Konzertkritik kommentieren möchtest.