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13.03.2001 Autor: NINES 0

Deftones: Stadthalle Offenbach - (12.03.2001)

Da war er nun also, der große Tag. Chino & Co in Offenbach. Obendrein bringen sie mit "Taproot" und "Linkin Park" noch zwei weitere Combos mit über den Teich, von denen ich bis gestern allerdings noch nicht viel gehört hatte. Also: Kumpel Stefan und Ersatz-T-shirt eingepackt, und ab dafür.<br /><br />Vorgewarnt durch die Konzertberichte der Kollegen aus München und Köln machten wir uns zeitig auf den Weg und - siehe da - direkt beim Betreten der Halle (so gegen 19.30 Uhr) legten Taproot schon los. <br />Tja, was soll man sagen: die Jungs hatten wirklich Spaß und nach jedem Song kommunizierte der Sänger ausgiebigst mit den Leuten. Im Moshpit - wo sich auch der Sänger während des Sets überwiegend aufhielt - ging`s so früh am Tag schon gut zur Sache! Bedauerlicherweise waren "Taproot" durch einen sehr mäßigen Sound deutlich benachteiligt, weshalb man die Feinheiten in ihrem recht abwechslungsreichen Set oft leider nur erahnen konnte.<br /><br />Danach kam das auf die Bühne, was mich bewogen hat, dem ansonsten rundherum gelungenen Abend statt einer 12 nur eine 11 zu verpassen: <br />"Linkin Park"<br />Die Songs: alle mehr oder weniger nach dem gleichen Strickmuster. Die Performance: steril und irgendwie gekünstelt. Ein Gitarrist, wo mit Mickymauskopfhörern über die Bühne hopst: peinlich! Tja, den meisten Kids der "Top of the Pops-Generation", die sich zum Bestaunen ihrer Idole im Moshpit eingefunden hatten, schien das alles nicht wirklich etwas auszumachen. Auch meine gute Laune hat`s nicht nachhaltig in Mitleidenschaft ziehen können, denn es kamen ja noch die<br /><br />DEFTONES<br />Was ab ca. viertel vor Zehn abging, ist schwer in Worte zu fassen. Nach den ersten drei Songs der Deftones hatte ich die soeben konsumierten drei Bier vollständig als Schweiß im T-Shirt hängen. Dabei war ich doch gar nicht mal sooo weit vorne. Der Sauerstoffanteil in der Stadhalle ging rasend in den Keller. Zusammen mit dieser unglaublichen Power, die Meister Moreno und Konsorten vom Zaun brachen, führte dies - bei mir und vielen anderen - zu einer Art Trancezustand, der noch bis weit nach der letzten Zugabe anhielt. Boah war dat schön, ey!<br /><br />Die Deftones sind einfach eine unglaubliche Liveband und bis in die letzte Haarspitze aufeinander eingespielt. Vor allem in puncto Live-Dynamik könnten sich meiner Meinung nach viele Acts bei den Deftones mal `ne Scheibe abschneiden.<br /><br />Fazit: billig war`s nicht, aber verdammt preiswert! und: Reserve-T-Shirt mitnehmen war echt kein Fehler!

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