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12.03.2001 Autor: GREGORIUS 0

Deftones: Köln - Palladium - (11.03.2001)

11.März 2001 - Stichtag - Beginn eines neuen Lebensabschnitts. Deftones in Germany. Und ich dabei. Wow. Es ist 19:30. Gerade hört man von draussen die ersten Töne von Taproot, auf welche ich mehr gespannt war als auf Pop-Metal alá Linkin Park. Leider bekam ich nur die letzten 3,4 Lieder mit, sodaß ich mir kein richtiges Bild machen konnte. Sie rockten gut, ich machte meine ersten Bewegungen im Moshpit, klangen jedoch nicht wie die Neuerfindung des RockNRolls. Vielleicht revidiere ich meine Meinung nach Anhören der CD, aber extrem angetörnt war ich nach Taproot keinesfalls. Sie waren gut. Mehr nicht.<br />Bei der zweiten Vorband hatte ich mich auf ein Kreischkonzert alá BSB eingestellt und eine einstudierte Choreographie. Ja, die Rede ist von Linkin Park. Perfekt einstudiert, gut heruntergespielt und mit Mädchen-Sprechchören gefeiert. Daß die elektronischen Elemente inklusive Background-vocals dank Halb-Playback eingespielt wurden, damit der schmächtige Sänger auch den Ton trifft und beim Schreien böse wirkt, schien keinen der Kids (im wahrsten Sinne des Wortes) zu stören.<br />Ist man ja von Top Of The Pops gewohnt. Endlich bewegten sich auch die Köpfe der Mütter und Väter (war bei Taproot und Deftones nicht der Fall), welche ihre Kinder mitgeschleift hatten um Linkin Park zu sehen.<br />DOCH DANN KAM DER KONZERT-HÖHEPUNKT des Frühjahrs. Der rote geile Vorhang der Deftones ("den will ich für mein Zimmer") fiel und als Opener wurde "Be quiet and drive far away" zum Besten gegeben. Gleich ein atmosphärisches Lied zu Beginn. Da konnte schon nichts mehr schiefgehen. <br />An die weitere Liederfolge kann ich mich nicht erinnern, jedoch wurden alle Alben gut verteilt gespielt. Einfach ein Erlebnis. Chino mit Charisma und Energie als Mittelpunkt der Show. Musikalisch einfach traumhaft live-performed, Atmosphäre, Melancholie aber auch Kraft, brachiale Power. Einfach wie man es von den Deftones kennt. Die Show-Effekte waren nicht übertrieben oder nervig sondern liessen einen in dem anfänglichen heftigen Geschiebe vorne und hinten die Angst zu fallen vergessen. Später wurde es angenehm, die nervigen Crowdsurfer schlugen nicht wie wild um sich und es wurde zu Songs wie 7 Words, Pink Maggit und Shove it gerockt. Loben muß ich nochmal die immer wieder auffallende Fairness im mosh-pit trotz frei-werdender Aggressionen. Einfach beispielhaft, da ich selber einmal in Schwierigkeiten kam. <br />Als Fazit: Taproot schön und gut, kann man sich anhören. Vielleicht benötigen sie mehr Aufmerksamkeit von mir.<br />Linkin Park war überhaupt nichts besonderes. Hätte ich auch drauf verzichten können. Die Deftones haben mein Herz und Muskeln auf Hochtouren laufen lassen. Kaum eine Band kann solche feelings rüberbringen. Live ein Erlebnis. 50 DM ? Jede einzelne hat sich gelohnt.<br /><br />Was mir noch am Herzen liegt, sind die unverschämten T-Shirt-Preise. 45 DM !! Draussen bekomme ich ein Plagiat für 20 DM. Ärgerlich. Demnächst besuche ich die netten Marktschreier draussen, anstatt mich von den Merchandisern verarschen zu lassen. <br />Rock ON !!!!!!

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