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04.06.2002 Autor: KOTZENBERG 0

Ozzy Osbourne: Rock am Rin - (19.05.2002)

Nach zweitägigem auf und ab in Sachen Wetter fieberten tausende von Rock-Pilgern dem letzten Gig auf der Center Stage entgegen. Nachdem Bad Religion, System Of a Down und Tool ihr Bestes gegeben hatten vollzog sich erstmal ein Generationswechsel im Publikum ab. Die Kids verflüchtigten sich in Richtung Alternate Stage bzw. Talent Forum, und die etwas älteren Rocker positionierten sich näher zur Bühne hin.
Und dann ging es los... "I can´t fucking hear you, you crazy motherfuckers" ertönte eine helle Stimme... er kommt.
Angezogen, als hätte ihn Jean Paul Gautiers gekleidet, in schwarz mit einem aus kleinen Glitzerperlen gesticktem Kreuz auf der Brust. Und wie ein verzweifeltes Kind gibt der alte Mann nicht nur alles, sondern sein Letztes. Zwar müssen zwischen den Liedern Pausen eingelegt werden, um die Kehle mit Tee (oder vielleicht Suppe) zu benetzen. Noch einen Zug aus dem Sauerstoffspray und weiter gehts. Ganz klarer Höhepunkt: "Iron Man" ...da musste fucking Ozzy wohl uns crazy motherfucker gehört haben. Das Publikum ging mit, und zwar richtig. Weiterer Höhepunkt war das wohl beste Gitarrensolo des Jahres; über zehn Minuten lang spielt sich der Mann in Trance, ganz alleine, der Spot nur auf ihn gerichtet, und tausende von Menschen staunen nicht schlecht.
Alles in allem ein guter Gig, bei dem das musikalische Herz lachte und weinte.

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